Montag, 23. Mai 2016

Von nackten Riegeln und anderen Offenlegungen

Setzt Euch. Nehmt Euch. Es ist genug da für alle. Und während ihr so sitzt und esst, erzähle ich, was diese nackten Riegel (ich freu‘ mich schon auf die Suchwortstatistik...) so erstaunlich macht – es ist nämlich nicht der eingetragene Name.

Das wirklich erstaunliche an diesem Gemisch aus Datteln, Rosinen, Cashews und Kakao ist vielmehr Punkt Zwei: ihre Einfachheit – also das, was ich vor gut einem Jahr noch großzügig delegierte.

Dann kam: la vie. Ein Umzug, ein neuer Job, eine andere Strecke zum Kerl.
Ich habe mir manchmal vorgestellt, es so ähnlich zu machen wie Petri Luukkainen: Alles, was ich habe, in den Kartons zu lassen und mir nach und nach nur das zu holen, was ich wirklich mag und brauche. Zum Festhalten. Um die Welt ein bisschen weniger komplex zu machen – herauszufinden, wie viel Leere man aushält.

Ein Luxusproblem, schon. Es ist ein Privileg, seinen Besitz kuratieren zu können, seinen Speiseplan, seine Zeit. Hipstereske Gedanken zu Minimalismus, Nachhaltigkeit, Müll- und Plastikvermeidung muss man sich leisten können – vielleicht eine Art Ablasshandel des 21. Jahrhunderts.

Ich frage mich trotzdem, wie viel Radikalität, wie viel Punk da drinsteckt.


Nakd Bars

frei nach Zutatenliste

Zutaten für 8 Riegel à +/- 30 g

96 g Datteln
58 g Cashews
34 g Rosinen
12 g Kakaopulver, ungesüßt
1 TL Vanilleextrakt
etw. Wasser nach Bedarf

So geht's
Weil mein Alleszerkleinerer nicht zu den stärksten gehört, habe ich die Zutaten zuerst nacheinander gehäckselt, bevor ich sie zusammen mit Kakao und Vanilleextrakt zu einer Masse hab‘ vermengen lassen. Wer ein Gerät mit mehr Power hat, wirft alles auf einmal hinein und ergänzt bei Bedarf (= Masse zu trocken, um sie zu festen Riegeln zusammendrücken zu können) nur noch um etwas Wasser.

Anschließend flach in eine mit Backpapier o. Ä. ausgekleidete Form drücken (hier: quadratische Brotdose), kühl stellen und später in acht gleichgroße Riegel schneiden. Kühl aufbewahren.


Kommentare :

  1. Ich liebe Minimalismus. Darum werde ich die Masse nachbasteln, und gleich aus dem Glas löffeln statt Riegel daraus zu formen. ;-)

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    1. Das ist natürlich noch konsequenter! Ich lese und lerne :)!

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  2. Perfektes Timing. Die Nichte isst zur Zeit am liebsten (gekaufte) Fruchtschnitten. Da werde ich wohl mal zur Tat schreiten müssen. Danke!

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    1. Wie imemr mit Freuden gern – zumal ich finde, dass diese im besten Sinne kein Vergleich mit den gekauften sind... ein (leidlich gesunder – Stichwort Fructose) Genuss!

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  3. Sachen, die mir auch oft durch den Kopf gehen. Diese Gedanken sollten noch mehr Menschen des 21. Jahrhunderts entdecken...Aber da warten wir wohl noch etwas. Und essen diese fantastischen Riegel.
    Liebe Grüße!

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    1. Wenn es so läuft wie mit den Smoothies und Chia-Samen und weiß der Henker, welche Wellen (Food-)Blogger schon so losgetreten haben, besteht ja berechtigter Grund zu Hoffnung. Und bis dahin – genau: Abwarten, essen :).

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  4. Luxusprobleme sind das sicher, wenn man sich Gedanken machen "kann", wie man nachhaltiger oder "besser" leben könnte - das macht es aber nicht weniger wichtig ... Deine Riegel sehen jedenfalls gut aus! Liebe Grüße :-)

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  5. Oh wie lecker, die Riegel sind genau nach meinen Geschmack!Mhh wie gerne ich jetzt einen davon bei mir hätte;)
    Liebe grüsse,
    Krisi

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    1. Nicht nur Du... ich muss dringend wieder die Vorräte auffüllen :)!

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