Sonntag, 15. November 2015

Weniger. Mehr. Und Wan Tans mit Chiliöl und Würz-Sojasauce.


Die Wohnung riecht noch nach Nelken, ein bisschen Essig, dem Öl. Nach einem Essen, auf das ich mich lange gefreut habe – gewartet. Der Umzug, der neue Job, die letzte Prüfung, eine Woche krank im Bett. Irgendwas war – immer. Bloß: Keine Zeit zum (blogreifen) Kochen. Oder: Muße dazu.

Damit ist es sowieso so eine Sache. Ich weiß, dass man nicht vergleichen sollte. Dass es nur geht, wenn man sein eigenes Ding dreht, ohne Rücksicht auf Konventionen Verluste. Aber. „Die anderen“ sind trotzdem da. Und man selbst ist qua Definition ein Teil des Ganzen. Auch, wenn man dieses Ganze zunehmend anstrengend findet. Die Uniformität, Banalität, die Austauschbarkeit von Namen, Inhalten, Bildern (Bevor jemand aufmerkt: Ja, es gibt sie, die Ausnahmen – Ausnahmen, die ich nach wie vor ungemein schätze, siehe Blogroll).

Ich weiß nicht, wo ich da bin. Ob ich da sein will. Ich kann nichts anfangen mit Marktgeschrei, mit Dingen, die passieren, weil „man“ sie eben macht. Ich hab' keine Lust auf SEO oder Followerheischerei. Aber trotzdem bekomme ich immer wieder den Eindruck, dass ich genau das sollte. (Manchmal ist vielleicht auch ein bisschen Neid dabei.)

Im vergangen Jahr, im Anschluss an die große Reise waren die Fragen ähnlich: Was will ich noch, was nicht? Was soll bleiben, was muss weg? Abschließende Antworten habe ich noch nicht nie gefunden. Die Tendenz allerdings: Weniger statt mehr.

Außnahme: Teigtaschen. Und Chiliöl. Und Teigtaschen mit Chiliöl.
tbc.

PS: Das Andere formuliert Astrid. Danke.