Mittwoch, 8. April 2015

Groß, größer, Grandits: Vanille-Kartoffelcrème mit Schwarzkümmel-Kartoffel-Schalotten-Gremolata


Es ist soweit. Das, was Eva, Susanne, und viele, viele andere längst hinter sich haben, ist bei mir akut: Tanja Grandits, du Gewürzegöttin! Wie habe ich dich so lange übersehen können, ignorieren – die du doch genau das tust und predigst, was ich so uneingeschränkt liebe: Vermeintlich Süßes mit Pikantem kombinieren und umgekehrt. Überhaupt: vereinen, was auf den ersten Blick kein bisschen zueinander passt – im Spiel von Farben, Formen, Konsistenz... ich möchte nie mehr anders essen.

Kartoffelsuppe zum Beispiel: Diese (sieht aus und) schmeckt wie eine gute Vanillesauce – nur pikant. Die Grundzutat ist trotzdem unverkennbar und intensiv. Und das Topping – hier aus frittierten Kartoffel-Schalotten-Nestern mit Schwarzkümmelsaat und Salz – ist wieder nichts als grandios.
Ich bin entzückt. Und rettungslos verloren.



Vanille-Kartoffelcrème und Schwarzkümmel-Kartoffel-Schalotten-Gremolata

nach Tanja Grandits via Anni Forest / Lust auf Genuss 13/2010

Zutaten für drei Personen als kleines, für zwei als großes Hauptgericht, für vier als Vorspeise

SUPPE
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
400g Kartoffeln, mehlig kochend
2 EL Olivenöl
½ TL Kurkuma
1 Prise Zucker
100ml Weißwein (hier: trocken)
750ml Gemüsebrühe (original: 1,2l)
Mark einer Vanilleschote
200g Schlagsahne
Salz
frisch gemahlener Pfeffer

GREMOLATA
1 kleine Kartoffel
1 Schalotte
1 EL Reismehl
neutrales Pflanzenöl zum Frittieren
1 TL Schwarzkümmelsaat
Salz
frisch gemahlener Pfeffer

AUSSERDEM
Vanilleöl (hier: weggelassen)


So geht's
Für die Suppe Schalotten und Knoblauch abziehen und fein würfeln. Kartoffeln schälen und grob würfeln. In einem ausreichend großen Topf Olivenöl erhitzen Zwiebel- und Knoblauchwürfel darin glasig dünsten. Kurkuma und Zucker zugeben, mit Wein ablöschen und die Flüssigkeit fast komplett einreduzieren lassen.

Kartoffelwürfel zugeben, Brühe angießen und die halbierte und ausgekratzte Vanilleschote samt Mark. 15–20 Minuten weich kochen (ggf. nur das Mark verwenden und die Vanilleschote später in feine Streifen geschnitten vor der Gremolata im heißen Öl frittieren und als Garnitur zurückbehalten). Mit dem Pürierstab pürieren. Anschließend Sahne angießen und mit wenig Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Gremolata Kartoffel und Schalotte schälen und mit dem Sparschäler bzw. einem scharfen Messer in feinste Streifen hobeln bzw. schneiden. In einer Schüssel mit Reismehl vermischen.
Öl in einem Topf auf 170°C erhitzen und Kartoffel- und Schalottenstreifen darin goldgelb frittieren. Auf Küchenpapier abtropfen lassen, anschließend mit Schwarzkümmelsaat, Salz und Pfeffer mischen.

Suppe auf zwei, drei oder vier Schüsseln verteilen, mit Gremolata und ggf. frittierter Vanilleschote und Vanilleöl garnieren (hier: beides weggelassen – wird beim nächsten Mal versucht).

Kommentare :

  1. Besser spät als nie. ;-) Ist das aus dem gewürze-Buch? Und wir haben das nicht gekocht? Schande! Hast du das neue auch schon?
    Liebe Grüße,
    Eva

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    1. Nee, offenbar stammt die Vorlage aus einer Zeitschrift ("Lust auf Genuss") – ich hab' sie auf meinem Grandits-Google-Beutezug im verlinkten Blog entdeckt. Die Bücher stehen aber GANZ oben auf meiner Wunschliste und werden wohl nacheinander verspätete Geburtstagsgeschenke an mich selbst :).

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