Dienstag, 24. Februar 2015

Vom Trinken im Essen: Whisky-Burger mit Bacon und Käse & Buns über Nacht


Dies ist der dritte Anlauf, diesen Post zu beginnen. Alle Ideen, Umwege, Schwurbeleien wollen partout nicht da enden, wo ich eigentlich hinwill. Darum – der Holzhammer: Ich. Mag. Whisky – sehr. Macht mit Eurem Gin, was ihr mit Eurem Gin machen wollt – ich bleibe bei Whisky (und manchmal bei Rum).

Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: ich trinke nicht oft und wenn ich trinke, nicht viel. Manchmal trinke ich Whisky auch gar nicht, sondern esse ihn lieber. Alkohol (wohldosiert!) in Nahrungsmitteln ist ohnehin eine in meinen Augen völlig unterschätzte Angelegenheit.

Diesem Burger tut der kleine Schluck also sehr gut, Dank an Ylva für die Inspiration. Und Stefanies Über-Nacht-Burger Buns sind sowieso die Entdeckung schlechthin. Womöglich sogar besser, als Uwes One-and-only-Brioche-Burger-Buns. Aber da will ich mich ohne Vergleichstest nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.

So. War doch gar nicht so schwer.


Whisky Burger

frei nach Der Klang von Zuckerwatte und Hefe & mehr

Zutaten für vier Burger

BUNS
Water Roux
37,5g Wasser
7,5g Mehl

Hauptteig

Water Roux
156g Mehl T 550
20g Pflanzenöl
3g Salz
1g Trockenhefe
30g Ei
5g Zucker
30g Wasser
etw. verquirltes Ei zum Bestreichen
ggf. Sesamsaat zum Bestreuen

PATTIES
300g Rinderhack
1½ EL Whisky, z. B. mein derzeitiger Liebling Laphroaig*
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
ca. 20g Butter

GURKENSALAT
½ Landgurke
1 EL heller Essig (hier: Reisessig)
1 El Pflanzenöl
1 EL Zucker
2 Prisen Salz

AUSSERDEM
4 Scheiben Frühstücksspeck
4 Scheiben Hartkäse nach Wahl
4 EL Mayonnaise
4 TL Senf
4 EL Ketchup


So geht’s
Am Vorabend für die Brötchen die Zutaten für den Water Roux in einem kleinen Kochtopf klümpchenfrei verrühren und unter Rühren auf 65°C erhitzen – dauert ca. drei Minuten. In eine Schüssel umfüllen und auf Raumtemperatur abkühlen lassen (geht bei dieser Menge recht schnell).

Übrige Zutaten zugeben und ca. 15 Minuten zu einem glatten Teig verkneten (mit maschineller Unterstützung: 5 Minuten bei langsamer, 11 Minuten bei mittlerer Geschwindigkeit). Abgedeckt zwei Stunden bei Raumtemperatur ruhen lassen.

Teiglinge à 71g abstechen, rundwirken, etwas flach drücken und auf ein leicht mit Mehl bestäubtes Stück Backpapier setzen. Zwecks besseren Transports das Papier auf ein Brett o. Ä. ziehen und in eine saubere Plastiktüte schieben. Über Nacht im Kühlschrank zur Gare stellen.

Am nächsten Morgen Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Buns mit verkleppertem Ei bestreichen und für 15 Minuten mit Dampf backen. Abkühlen lassen.

Für den Gurkensalat Gurke gründlich abspülen und abtrocknen. In möglichst dünne Scheibchen schneiden. Zusammen mit dne übrigen Zutaten in einem kleinen Topf erhitzen, bis sie gerade anfangen, weich zu werden, aber noch Biss haben. Vom Herd ziehen und abkühlen lassen.

Aus dem Hack vier gleichgroße Patties formen, dabei je ein kleines Stück Butter einschließen und eine kleine Mulde in die Oberseite drücken. Die Patties sollten ein bisschen größer sein als der Durchmesser der Brötchen, weil sie sich in der Pfanne noch ein wenig zusammenziehen.
Etwas Pflanzenöl in einer Pfanne erhitzen und den Speck darin knusprig braten. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Patties von beiden Seiten ca. 2–3 Minuten braten. Kurz vor Schluss mit je einer Scheibe Käse belegen.

Brötchen aufschneiden und nach Belieben toasten. Die Unterseite je mit Mayonnaise und Senf bestreichen, die Oberseite mit Ketchup. Nacheinander mit Speck, Gurkensalat und Burgerpattie belegen und zudecken.

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Kommentare :

  1. Endlich sagt es mal jemand! Mir geht es genauso wie dir, Whisky (am liebsten Single Malt der torfigen Art), Rum oder ein guter Brandy. Gin? Mhm, sagt mir irgendwie nichts. DANKE. :-)
    Und diesen Burger hätte ich jetzt wirklich sehr, sehr gern, was natürlich leider an allem Möglichen scheitert. Aber bald, ganz bald kommt er auf den Tisch. Herr H. liebt Burger fast noch mehr als ich.
    Liebste Grüße,
    Eva

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    1. Du Schwester im Geiste ;)! Das mit dem Torf musste ich allerdings erst lernen, aber seither... xD. Brandy habe ich noch nie probiert - vielleicht sollte ich das mal ändern...

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  2. Besser als die Brioche-Buns von Uwe? Die galten bei mir ja als bisher unnachgebackene BLog-Buster. Bon, dann fange ich mit Stefanies an. Und ich bin ja der ganz klare Vertreter von *lieber Alkohol im Essen als im Glas* :)
    Gin ging, glaube ich, zeitlebens an mir unbemerkt vorbei. Welcher Gin?

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    1. Wiegesagt, da käme es wohl auf einen Blindvergleich an. Aber spontan schien sich die längere Gare - ach was! - durchaus positiv aufs Aroma durchzuschlagen...

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