Sonntag, 21. September 2014

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt: Mailänderbrötchen über Nacht

Statt des versprochenen Sonnenscheins ein dichtes Grau in Grau. Statt der geplanten Wanderung ein Kerlebein in Gips.

Es ist alles ein bisschen anders gekommen als gedacht. Schade, aber vielleicht auch nicht schlecht. So bleibt Zeit zum Ausschlafen. Zum Aussuchen von Fotos für die Wohnzimmerwand. Für lange Frühstücke.

Lutz' Mailänderbrötchen sind eine echte Entdeckung: Um Mehl mit niedrigen Typenzahlen mache ich sonst eher einen Bogen, aber hier hat es seine volle Berechtigung: Flaumige Krume, knusprige Kruste, fantastischer Geschmack. Einen Teil davon habe ich trotzdem durch Vollkornmehl ersetzt, ohne, dass das Ergebnis etwas von diesen idealen Frühstückseigenschaften eingebüßt hätte. Gibt's wieder!


Mailänderbrötchen

frei nach Plötzblog

Zutaten für 4 | 6 Stück
3 | 5g Anstellgut vom Weizensauer (hier: Roggensauer)
100 | 150g Wasser
133 | 200g Weizenmehl T 480
66 | 100g Vollkornweizenmehl
2 | 3g Zucker
4 | 7g Salz
1 | 2g Trockenhefe (Original: 5g Frischhefe)
10 | 15g Olivenöl


So geht's
Alle Zutaten bis auf das Öl fünf Minuten mit den Händen zu einem festen Teig verkneten (wahlweise in der Küchenmaschine, dann fünf Minuten auf niedrigster Stufe und weitere acht Minuten auf zweiter Stufe). Anschließend Öl in 5-Gramm-Etappen vollständig einarbeiten und weitere zwei Minuten kneten (bei Verwendung einer Maschine: Stufe 2).
60 Minuten Gare bei Zimmertemperatur (bzw. 24°C).

Vier bzw. sechs Teiglinge à 80 Gramm abstechen, rundwirken und langstoßen.
Weitere 15 Minuten abgedeckt ruhen lassen.
Jeden Teigling möglichst flach und etwa dreiecksförmig ausrollen. Von der kurzen Seite her straff zu einem Zylinder aufrollen. Mit dem Schluss nach unten auf Backpapier setzen und abgedeckt über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.

Ofen mit Backstein auf 210°C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein feuerfestes Gefäß mit Wasser dazustellen. Teiglinge längs ca. 1cm tief einschneiden.
Im Ofen bei 210°C fallend auf 190°C 15-20 Minuten backen.

Kommentare :

  1. Mailänderbrot steht auch schon lange auf der To-Do-Liste, aber gestern waren zuerst Kümmelweggli und zwei Sorten Chnurzelbrot dran. Auch ganz lecker.
    Beste Genesungswünsche an den Kerl.

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    1. Oh, das klingt auch prima - bitte bloggen!
      Und: ausgerichtet!

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    2. Ich schätze die Mailänder auch sehr. :-)
      Noch einmal gute Besserung. Mich quält weiterhin die UNgewissheit, wie es dazu kommen konnte. ;-)
      Liebe Grüße,
      Eva

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    3. Na, die sollte inzwischen gestillt sein, ge'?

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