Montag, 7. Juli 2014

Let's twist again: Sushi Bowl mit Meeresfrüchten, Wan Tan-Chips, Grünzeug und scharfer Mayo

Was genau an dieser Schüssel kalifornisch ist, weiß ich gar nicht so richtig. Laut Wikipedia gehört in eine standesgemäße California Roll schließlich vor allem Avocado, und von der ist hier (ausnahmsweise) keine Spur.

Dabei kann ich schon sagen, was an dieser Schüssel kalifornisch ist – nämlich der Umstand, dass ich genau da, namentlich in San Francisco, zum ersten Mal an eine Sushi Bowl geriet. Im Untergeschoss einer der Malls an der Market Street wurde mir derlei serviert – zu meinem nachhaltigen Entzücken.

Mein erster Nachbau hat inzwischen gut zwei Jahre auf dem Buckel, die Älteren erinnern sich. Ein kleines Update, oder um es mit Foodgawker zu sagen: „a twist“, kann also nicht schaden.
Ein bisschen amerikanischer dank Mayo, ein bisschen spannender dank Wan Tan-Chips und ein bisschen schneller, weil nichts ewig marinieren muss.

Sicher: Große Kochkunst geht anders. Aber genau darum passt es so prima in diese Tage – wo man Herd und Ofen nur in den allergrößten Notfällen anwirft und überhaupt seine Zeit überall verbringen mag, bloß nicht in geschlossenen Räumen.


California Sushi Bowl mit Meeresfrüchten, Wan Tan-Chips, Grünzeug und scharfer Mayo

frei nach I wash you dry und Food.com

Zutaten für zwei Personen

SUSHI-REIS
150g Rundkornreis
400ml Wasser
1½ EL Reisessig
1 TL Zucker
1/3 TL Salz

WAN TAN-BLÄTTER
30g Weizenmehl T 550
15g Wasser
etwas Salz zu Bestreuen
Öl zum Bestreichen

SCHARFE MAYONNAISE
25ml Pflanzenöl
12,5ml Milch
1 TL Sambal Oelek
1 TL Reisessig
½ TL Zucker
Salz

MEERESFRÜCHTE
150g Garnelen o. Ä.
2 EL Speisestärke
½ TL Gochugaru
¼ TL Salz
Pflanzenöl zum Braten

ZUM BESTREUEN
1 Karotte
1/3 Schlangengurke
½ Nori-Blatt


So geht’s
Für den Sushi-Reis den Rundkornreis in ein Sieb geben und gründlich durchspülen, bis das Wasser klar und nicht mehr milchig ist.
In einem Topf das Wasser ohne Salz erhitzen und den Reis zugeben, sobald es kocht. Abgedeckt auf kleinster Flamme so lange quellen lassen, bis das Wasser vollständig aufgenommen ist. Das kann ein gutes halbes Stündchen dauern.
Anschließend Reisessig, Zucker und Salz miteinander verrühren und unter den Reis mischen. So lange wie möglich ziehen lassen – wenn's geht, abgedeckt über Nacht im Kühlschrank.

Für die Wan Tan-Blätter Mehl und Wasser in eine Schüssel geben und fünf Minuten zu einem geschmeidigen Teig verkneten. 20 Minuten abgedeckt bei Raumtemperatur ruhen lassen.

Für die Mayonnaise die Milch in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab aufschäumen. Während der Pürierstab läuft, einige Tröpfen Öl hinzugeben und weiterpürieren, bis kein Öl mehr sichtbar ist. So fortfahren, wobei die Ölmengen nach und nach ein bisschen größer werden dürfen. Schließlich sollte das gesamte Öl verbraucht und eine cremige Masse entstanden sein. Mit Sambal Oelek, Reisessig, Zucker und Salz abschmecken und bis zum Gebrauch im Kühlschrank lagern.

Inzwischen Möhre schälen und raspeln, Gurke abspülen und in dünne Stifte schneiden.

Ofen auf 175°C Umluft vorheizen.
Ein Backblech mit Backpapier belegen und mit Öl bestreichen.
Den Wan Tan-Teig mithilfe einer Nudelmaschine möglichst dünn ausrollen (hier: bis Stufe 2 von 7), auf das Backblech legen, auf der Oberseite mit Öl bestreichen, mit etwas Salz bestreuen und in Dreicke schneiden. Im heißen Ofen ca. 5 Minuten knusprig backen. Herausholen.

Das Noriblatt in den noch heißen Ofen legen und einige Minuten knusprig werden lassen.

Meeresfrüchte bzw. Garnelen abspülen und trocken tupfen. Speisestärke, Gochugaru und Salz auf einem Teller mischen und Meeresfrüchte darin wenden. Ausreichend Öl in einer Pfanne erhitzen und Meeresfrüchte darin rundherum goldbraun braten. Auf einem Küchenpapier abtropfen lassen.

Reis auf zwei Schüsseln verteilen und jeweils mit der Hälfte der Karottenraspeln, Gurkensticks, Wan Tan-Chips und Meeresfrüchte mischen. Noriblatt darüber zerbröseln und jeweils die Hälfte der Mayonnaise darüberträufeln.

Kommentare :

  1. Hey, das klingt nach meinem heutigen Abendessen, genau das richtig für einen anstrengenden Backtag. :-)
    Und du hast bei der Hitze tatsächlich den Backofen angeschmissen? Du bist ja genauso verrückt wie ich. ;-)
    Liebe Grüße,
    Eva

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    1. Nur gaaanz kurz! Hat aber gereicht, um die Küche in ein Schwitzloch zu verwandeln. Zum Glück geht's hier nach einem langen Schreibtischtag zum Abendbrot raus - mit dem Kerl zum besten Pidemann der Stadt :).

      Schöne Grüße!

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