Dienstag, 18. März 2014

Far from ordinary: Bacon Jam Pizza


„Hast du heute auch einen Pi-Pie gebacken?“, wollte der Kerl elektronisch von mir wissen und verwies – garantiert grinsend – auf diesen Artikel.
Ich grunzte: 14.3., Pi-Tag – wie konnte mir das entgehen! Als Freundin eines Naturwissenschaftlers... ein Sakrileg.
Ich formulierte ausführliche Erklärungen und schloss mit dem Hinweis, dass für den Abend immerhin etwas mit „Pi-“ geplant sei.

Genauer: Bacon Jam Pizza. Eins dieser Kuriosa, die ich so mag: Pizza mit Tomatensauce, Schinkensalamipilzen und Käse? Ja, nett, aber geht das auch innovativer? Wie wär's mit Carbonara, Zitrone, Ei – oder eben: Marmelade aus Speck?
Die schmeckt leicht süßlich und trotzdem herb. Vor allem an den Stellen mit den Cherrytomaten fand ich das Ganze ganz schön prima.

Bloß eine aromatischere Grundlage hab' ich vermisst: Zwar ist unser Teig volle drei Tage im Kühlschrank gereift, und hat im Ofen die herrlichsten Blasen geworfen, aber geschmacklich war er allenfalls durchschnittlich – schade!

À propos kurios: Derweil ich euch diese Pizza serviere, treiben wir uns hier herum. Ich bin sehr gespannt auf die kulinarische Komponente... :D

Bacon Jam Pizza

frei nach Meredith Steele via Jamie Oliver

Zutaten für 3 Pizzen

PIZZATEIG
450g Mehl Typ 550 bzw. Pizzamehl
270ml Wasser
2 ¼ TL Salz
3g Trockenhefe
4 ½ TL Olivenöl

BACON JAM
250g Bacon
1 Zwiebel
1 TL Öl
75g Ahorn- oder Zuckerrübensirup
60ml Wasser
1 EL Weinessig
1 TL gehackter Rosmarin
Salz
Pfeffer

AUSSERDEM
3 Handvoll Rucola
ca. 9 Cherrytomaten
75g aromatischer Hartkäse, z. B. mittelalter Gouda


So geht’s

Ein bis zwei Tage im Voraus
Hefe und eine Prise Zucker in lauwarmen Wasser auflösen und ein Viertelstündchen angehen lassen. Inzwischen Mehl und Salz in einer ausreichend großen Schüssel vermischen.

Hefeansatz dazugießen und vorsichtig verkneten – am besten mit maschineller Hilfe und Knethaken, wahlweise einmal-behandschuhten Händen. Nach etwa fünf Minuten Kneten das Olivenöl dazulaufen lassen und nochmal fünf Minuten weiterkneten.

Den Teig anschließend in einer leicht eingeölten Schüssel abgedeckt in den Kühlschrank stellen und da für mehrere Tage reifen lassen.

Am Backtag

Den Teig aus dem Kühlschrank holen, ordentlich durchkneten, in drei gleich große Teile teilen und Zimmertemperatur annehmen lassen.
Derweil den Ofen – und, wenn vorhanden: den Pizzastein – auf höchster Stufe (hier: Umluft 275°C) vorheizen.

Für den Belag den Bacon in ca. 1,5 x 1,5 cm große Quadrate schneiden. In einem Topf mit dickem Boden über mittlerer Hitze ca. fünf Minuten kross braten.
Inzwischen die Zwiebel schälen und hacken, außerdem den Rosmarin abspülen, trockentupfen und ebenfalls hacken.

Den Bacon auf einen Teller geben und den Topf zurück auf die Flamme stellen. Die Zwiebel und ca. 1 TL Öl darin weich dünsten.
Bacon und übrige Zutaten zugegeben und auf kleiner Flamme ca. 30 Minuten köcheln lassen, bis das Ganze marmeladenähnliche Konsistenz erreicht hat.

Etwas abkühlen lassen und mit dem Pürierstab halbwegs glatt pürieren.

Rucola waschen und trockenschütteln, Tomaten waschen und vierteln oder in Scheiben schneiden, Käse reiben.

Teigstücke nacheinander auf einem bemehlten bzw. mit Grieß ausgestreuten Untergrund vorsichtig ziehend und drückend in Pizzaform bringen, je ein Drittel Baconjam (ca. 50-60g) darauf verteilen. Mit Käse bestreuen, mit Tomatenscheiben belegen und im Ofen bzw. auf dem Pizzastein (nacheinander) ca. 8-10 Minuten goldbraun backen.
Vor dem Servieren mit Rucola bestreuen.

*Der/Die Bacon Jam lässt sich freilich auch schon eher vorbereiten und im Kühlschrank lagern. Ggf. muss man ihn vor Verwendung ein wenig erwärmen, damit er sich auf den Pizzaböden verstreichen lässt.

Kommentare :

  1. Die Pizza sieht toll aus, ich lasse den Teig auch immer zwei, drei Tage im Kühlschrank gehen. Hast du eine Ahnung, warum er geschmacklich nicht soo dolle war? In Holland treibe ich mich ja auch mit Vorliebe rum, iss was für mich mit ;)
    Und das mit dem Pi-Day: wie konnte mir das nur entgehen...?

    Liebe Grüße, Christina

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    1. Nee, kein Plan, wirklich! Zu wenig Salz? Das falsche Öl?
      Niederlande: Wunderschön! Flach zwar, klar - aber per "fiets" unschlagbar. Und die pannekoeken... :D

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  2. yummy yummy, alleine der Ruccola spricht mich schon total an!

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  3. Bacon Jam klingt cool. Nichts für Herrn C., aber umso mehr für mich. Wenn du irgendwo Manitobamehl auftreiben kannst, unbedingt Plötzblogs Rezept für Manitoba-Pizza ausprobieren. Der Teig ist göttlich. Riesige Blasen, super Geschmack und quasi null Aufwand.

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    1. Ahaha, "auftreiben" lässt sich alles irgendwie - Danke für den Tipp! Wobei aus dem Plötzblog auch noch das Grano-Rezept auf meiner Liste steht...

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