Samstag, 25. Januar 2014

Grand Opéra: Gleichnamige Schnitte mit Kaffee und Rum


Vielleicht ist es hin und wieder angeklungen: Jenseits meines Daseins im Netz habe hatte ich mit Dingen zu tun, die mit dem Namen zu tun haben, den diese Torte trägt: Oper, Musik, das große Ganze.
Das ist weniger geworden – derzeit sind es eher Medien, Kommunikation, ein bisschen Schreiberei. Und ich bin nicht böse drum.
Es gibt Dinge, die verlieren Reiz, wenn man sie tun muss (gar täglich!) und nicht länger nur darf.

Ich mag Musik. Die dicke Sinfonik, das kleinere Schöne, le grand opéra. Ich möchte, dass das so bleibt. Weshalb es mir, glaube ich, gut tut, das alles zu dürfen, nicht aber zu müssen. Es in den Dosen zu genießen, die mir niemand diktiert – mal weniger, mal mehr.
Ich frage mich oft, wie das mit der Kulinarik wäre. Wo da das Limit liegt. Ob das ein Ziel sein könnte.

Weil es so zufrieden macht, sich Ziele zu erarbeiten wie dieses: Drei Böden, drei Massen, ein wenig Glasur. Weil es konkret ist und trotzdem nicht sicher (Letztere beispielsweise hätte ich gerne fester gehabt – Eva, hast Du 'ne Idee?). Weil es Konzentration erfordert und trotzdem entspannt. Weil es noch besser ginge – und trotzdem schon schmeckt.
Bon appétit.



Opéra
frei nach eve 1.2014, S. 56 bzw. Matthias Ludwig: Törtchen und Tarteletts

Zutaten für eine kleine Kastenform bzw. vier Stücke

BISKUIT
2 Eier
20g Puderzucker
20g Zucker
20g Stärke
20g Mehl

SCHOKOLADENGANACHE
30ml Sahne
2g Honig
30g dunkle Kuvertüre, gehackt

KAFFEETRÄNKE
50ml frisch gebrühter Espresso
5g Zucker
5ml Rum

KAFFEECREME
1 Eigelb
20g Zucker
55g Butter
8ml Espresso

SCHOKOLADENGLASUR
15ml Milch
25g Zucker
5g Kakaopulver
10g Honig
45g dunkle Kuvertüre, gehackt
7ml Rum



So geht’s
Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Ggf. Espresso brühen und Kuvertüre hacken.
Für das Biskuit Eier trennen und beide Eigelb mit Puderzucker cremig aufschlagen. Eiweiß halb steifschlagen, Stärke dazusieben und den Zucker zugeben, ganz steif schlagen. Ein Drittel des Eischnees unter die Eigelbcreme ziehen, den restlichen Schnee darüberheben, das Mehl darübersieben und beides vorsichtig, aber vollständig unterheben.
Die Masse auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech zu einem Rechteck von 30x18cm streichen. Zehn bis zwölf Minuten backen. Auskühlen lassen, anschließend die Backpapierseite mit etwas Wasser bestreichen und selbiges abziehen.

Für die Schokoladenganache Sahne und Honig in einem kleinen Topf aufkochen. Gehackte Kuvertüre einrühren.

Für die Kaffeetränke Espresso mit Zucker und Rum verrühren, bis sich der Zucker gelöst hat.

Für die Kaffeecreme Eigelb und Zucker über einem Wasserbad luftig aufschlagen. Die zimmerwarme Butter in einer Schüssel ebenfalls aufschlagen. Eigelbschaum nach und nach unterschlagen. Espresso einrühren.

Eine kleine Kastenform mit Backpapier auskleiden.
Aus dem Biskuit drei Rechtecke in Größe des Formbodens ausschneiden. Gleichmäßig mit der Kaffeetränke bestreichen.
Einen Boden in die Form legen und mit der Schokoladenganache bestreichen. Zweiten Boden auflegen und mit etwa vier Fünfteln der Kaffeecreme bestreichen. Den letzten Boden auflegen und die restliche Kaffeecreme darauf verteilen.
Abgedeckt mindestens vier Stunden kühl stellen.

Für die Schokoladenglausur Milch mit Zucker, Honig und Kakao aufkochen. Über die gehackte Kuvertüre gießen und glatt rühren. Rum unterrühren.
Gleichmäßig auf der Kaffeecremeschicht verstreichen und über Nacht kühl stellen.

Vorsichtig aus der Form heben und in vier Stücke schneiden.


Kommentare :

  1. Ich habe die Schnitten auch schon mal gemacht, allerdings nach Felder (habe ich im Blog). In der Ganache ist, will man sie als Glasur verwenden etwas viel Sahne drin, und was der Honig soll, weiß ich auch nicht so recht, aber hey, hauptsache, sie haben euch geschmeckt- :-) Wobei ich auch immer höchst unzufrieden bin, wenn etwas nicht so recht klappen will, haben auch eine Torte zum 2. Mal gemacht am Wochenende...

    AntwortenLöschen
  2. Verzeih. Ich habe das Buch da und gerade mal nachgeschaut. Du hast ja die Menge der Glasur durch 5 geteilt, sehe ich das richtig? Dann müssten aber etwas mehr Zucker und Honig hinein, aber ich weiß wirklich nicht, ob das einen Unterschied macht. Mal sehen. Vielleicht finde ich Zeit, das Rezept zu testen. Dann werde ich berichten!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, weil ich VIEL ZU VIEL hatte und meine, dass etwas mehr (?!) als ein Viertel genau richtig sein sollte...
      Und die Ganache ist die Ganache, aber net die Glasur... aber vielleicht probier' ich's einfach nochmal in Deiner Version. Wobei's geschmacklich nichts auszusetzen gibt...

      Löschen
    2. Den Bildern nach zu beurteilen, gibt's da gar nix auszusetzen ;)
      Sieht ganz und gar richtig aus: lecker nämlich.

      Liebe Grüße und einen ganz lieben Dank für die Aufnahme in deine Blogroll!

      Löschen