Donnerstag, 2. Mai 2013

Asia on mind: Salade viêtnamienne

Es gibt hier diesen Vietnamesen. Klein, unscheinbar, zwischen einen Pizza- und einen Sushistraßenverkauf gequetscht. Wer es nicht besser weiß, läuft d'ran vorbei.

Besser nicht: Dieser Vietnamese pfeift auf Mononatriumglutamat und Hühnchen süßsauer. Dieser Vietnamese verkauft feine Reispapierrollen und Phở, vorzügliche Curries - und diese Salate: Geschichtet auf ein großes Nest Reisnudeln gibt es Eisbergstreifen und Gurken, Möhrenraspeln, manchmal Sprossen, und auf jeden Fall: gehackte Erdnüsse. Man kann Hühnchen dazu bekommen, fein mariniertes Rindfleisch oder Tofu. Und immer: Nước chấm.



Ich habe ein bisschen gebraucht, diese Sauce als diese Sauce zu identifizieren - offenbar eine Art Nationaldressing Vietnams. Etwas, das jeder - wirklich jeder, der da am Herd auf sich hält - beherrschen sollte: Leicht süß und ein bisschen säuerlich, angenehm scharf und fruchtig, mit einem Hauch Ingwer und Knofi und irgendwo mittendrin: Fischsauce. Ich könnte baden in dem Zeug!

Auch, wenn mein Mischungsverhältnis noch nicht ganz so phänomenal ist, wie bei diesem Vietnamesen - lecker! Ich empfehle den Nachbau, ausdrücklich! Denn bei diesem Vietnamesen ist es immer - immer! - voll.

Salade viêtnamienne

Zutaten für zwei Personen

SALAT
1 kleiner Kopf Eisbergsalat
zwei Handvoll Sprossen
1 mittelgroße Möhre
gerne: etwas Gurke
2 EL Cashews
1 Frühlingszwiebel
Koriander nach Belieben
wer mag: Minzeblättchen
wer ebenfalls mag, brät pro Nase noch 40-50g Garnelen in etwas Öl scharf an, wahlweise Tofu, Hühnchen o.Ä.

NUOC CHAM
20ml Limettensaft (hier: eine kleine Limette)
15ml Fischsauce
1 EL Reisessig
1,5 - 2 TL brauner Zucker
1/2 TL geriebener Ingwer
1 kleine Knoblauchzehe
1/2 kleine Chili
1-2 EL Wasser

NUDELN
150-200g Reisnudeln, je nach Appetit



So geht's

Für das (die?) Nước chấm Limette auspressen und mit Zucker, Reisessig, Wasser und Fischsauce mischen. Ingwer darüberreiben. Knofizehe schälen und in feine Scheibchen schneiden, ebenso die Chilischote. Alles verquirlen und abschmecken. Gern ein bisschen ziehen lassen - am besten im Schraubglas über Nacht im Kühlschrank.

Die Reisnudeln in ausreichend kochendem Salzwasser garen, bis sie de gewünschte Konsitenz erreicht haben. Durch ein Sieb abgießen.

Cashews (oder Erdnüsse) hacken und in einer Pfanne ohne Fett anrösten, bis sie duften. Wer mag, brät wiegesagt gerne auch Garnelen (oder Hühnchen oder Tofu oder so) in einem Klecks Erdnussöl scharf an. Bloß nicht zu lange, sonst gibt's Gummigarnelen!

Eisbergsalat putzen und in feine Streifen schneiden. Möhre schälen und raspeln oder ebenfalls in feine Streifen schnippeln. Sprossen waschen und trockenschütteln. Frühlingszwiebel spülen, Enden kappen und in feine Ringe schneiden. Koriander (und Minze) abspülen und trockentupfen.

Zusammenbauen: Zuerst ein ordentliches Nest Reisnudeln in zwei Schüsseln verteilen, darüber je die Hälfte der Eisbergsalatstreifen, Möhrchen, (wer hat: Gurke,) Sprossen, Koriander (und Minze) und die gehackten Erdnüsse. Großzügig mit Nước chấm tränken und abtauchen.



Kommentare :

  1. Von dem Salat hätte ich jetzt gerne eine grosse Schüssel voll. Und bitte mit extra viel Sauce und ein bisschen Baguette zum Dippen. Danke.

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    1. Baguette? Ich habe es bis dato eher undamenhaft mit Schüssel-an-die-Lippen-und-ein-großer-Schluck gehalten... vielleicht sollte ich mal ein Baguette in Reichweite legen... ;)

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  2. Himmlisch! Darüber bin ich auch vor kurzem gestoßen :-) Wunderschöne Bilder!

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    1. Den Vietnamesen oder Nuoc cham?
      Danke aber :D!

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  3. werden immer schöner deine Beiträge!!!

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