Dienstag, 31. Dezember 2013

Vorsätzlich: Zweierlei Schokoladencreme mit Biskuit, Karamell-Eiscreme und Rosmarinsauce

Beeindruckend, was andere so vorhaben – konzeptuell, generell, mit ihren Blogs und überhaupt.
Ich wollte mal: Einen schnieken Hochglanzblog mit vielen Lesern und noch mehr Aufmerksamkeit. Weil alle so'was haben. Vielleicht auch zur Selbstbestätigung, wer weiß.

Inzwischen weiß ich nicht, ob ich das Projekt Blog überhaupt noch will. Ich koche gern, backe – ich schrieb davon. Ich nehme mir auch immer wieder Dinge vor, die die Dokumentierung lohnen und die es nicht zum 3627. Ma(h)le gibt. Aber mehr dann eben (gerade) auch nicht.

Mir reicht das. Mir ist es sogar mehr als genug. Es gibt sie schließlich noch, die anderen. Und es gibt kleine Abenteuer wie dieses Dessert: Das ein bisschen Zeit kostet, aber jede einzelne Sekunde lohnt. Die Kombination der einzelnen Bausteine auf der Zunge...


Mittwoch, 13. November 2013

Mehr ist mehr: Momofuku Apple Pie Layer Cake


Dieser Beitrag ist überfällig. Ich weiß. Der Kuchen, um den es geht, ist eigentlich eine Torte und hat keine zwei Tage überlebt. Es gab ihn zum Geburtstag des Vaters, der eigentlich gar keine Torten mag, sondern viel lieber Kuchen isst mit Obst. Es gab ihn, obwohl es keine Arbeit geben sollte. Es gab: Momofukus Apple Pie Layer Cake.

Die Schwester, die ebenfalls fast noch Geburtstag hatte, erklärte, genau dieses Backstück künftig zu jedem Geburtstag haben zu wollen: Apfelkuchen und Käsekuchen und Torte in einem. Alle anderen schwiegen und aßen und wiegesagt: Übrig geblieben ist nichts.

Es war ein bisschen wie im richtigen Leben: Da, wo Dinge, die eigentlich Arbeit bedeuten sollten, auf einmal das Beste sind überhaupt. Da, wo man morgens aufsteht und sich leise freut auf das, was kommt. Auch, wenn es Torte ist und kein Kuchen.

So, bitte, soll es immer sein und ewig bleiben. So einfach, so zufrieden, so schön.
Darauf Momofuku.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Ein Wort zum Sonntag: Einfache Joghurtbrötchen

Während ich dies schreibe, ist es längst nicht mehr Sonntag und auch nicht mehr Morgen. Es ist Dienstagabend, kühl und grau.
Mit anderen Worten: Ich bin 'raus.

Fragt nicht, wieso. Ich weiß es nicht.
Zu hohe Ansprüche? Vielleicht. Keine Muße? Auch. Von allem ein bisschen? Doch, schon – und von der schönen Vergleicheritis da hätte ich auch gern noch ein Stück.

(Fast) Allen anderen geht es doch so leicht von der Hand: Der 238.926. Kürbissuppenpost. Das prima Blogevent mit 103 Sponsoren. So ein toller Apfelkuchen. Und überhaupt ist die Welt nur schön.


Montag, 16. September 2013

So 'ne Art Frankfurter Kranz mit noch was drin: Momofuku Birthday Layer Cake


„Da hat gerade eine Deinen Kuchen 'Frankfurter Kranz mit noch was drin' genannt“, sagt Kati und stellt sich zu uns auf die Wiese.
Frankfurter Kranz?! Empört reiße ich den Mund auf. Neben mir grinst der Kerl.
„Das ist kein popeliger Frankfurter Kranz!“, nöle ich und gucke böse. „Das ist ein Momufuku Birthday Layer Cake... und was bitteschön gibt es da zu lachen?!“

Das Grinsen passt leider nicht mehr auf das Kerlegesicht, so sehr schüttelt es ihn, und ich gucke gleich noch ein bisschen böser. Banausen – ein ganzer Garten voll!
Stunden steht man in der Küche, die Augen fest auf die Digitalanzeige geheftet, um den Mixer ja keine Millionstelsekunde zu früh aus der Schüssel ziehen! Masse für Masse rührt und rührt man, hockt dann wie ein Luchs vorm Ofenfenster, dass nicht ein Quadratmillimeter zu braun oder fest oder weißgottwas wird! Und dann... Frankfurter-Kranz-mit-noch-was-drin! Ich glaube, es hackt!

Donnerstag, 12. September 2013

Unter die Haut: Koriander-Brathähnchen mit Kokossauce


Das Messer war silbrig-grau und scharf. Ich hielt es in meiner rechten Hand, während mein Blick auf jenem Vogel ruhte, der vor mir auf der Arbeitsplatte lag – unschlüssig, was zu tun sei.
Das heißt, nein: Wie es zu tun sei. Denn über das Was – sein möglichst fachgerechtes Zerlegen – bestand kein Zweifel.

Ich warf einen Blick über die Schulter zum Kerl, der freundlich zurückschaute – auf meine Frage, wie man das denn bitte anstellt, mit diesem Tier und seiner Tranchierung, allerdings auch keine Antwort wusste.
Ich wandte mich wieder dem Huhn zu – übrigens ein ausgemachtes Prachtexemplar von güldener Bräune und einem ganz unverschämt guten Duft –, dass sich seinerseits darüber ausschwieg, wie das Messer anzusetzen sei und wo. Tja, blöd, ne, alte Teilzeit-Carnivore...?

„Nun“, dachte ich also, „gut“, und wog das Messer in der Hand. „Wird schon so schwer nicht sein“, und visierte mit der Klinge einen der beiden Schenkel an (Die bei uns übrigens „Bollen“ heißen, aber das nur am Rande) – Ruck.
Ha! Das war ja einfach! Der zweite: Ruck! Haha!

Triumphierend schwenkte ich meine Beute in Richtung Kerl, der ermunternd nickte, derweil der Bratensaft lief und lief, dass es eine Freude war.

An dieser Stelle... blenden wir aus. Denn alles, was dann kam, war... nun: eigenwillig.

Dienstag, 20. August 2013

Finding comfort: Cheese-crusted Cauliflower w/ Cheese-Béchamel

Ja, hallo, ich bin's. Und ich habe nichts zu meiner Entschuldigung zu sagen.
Es geht da weiter, wo wir aufgehört haben: Zu viel zu tun an zu vielen Stellen bei zu wenig Zeit. Zu blöd.

Wenn ich ehrlich bin, behagt mir das nicht. Ich bin jemand, der Zeit braucht. Viel Zeit. Zum Nichtstun und (Nichts-)Denken. Zum Trödeln, Tüdeln, Seele-baumeln.

Ich setze fest auf September: Den mit den würzigen Winden und knisternen Blättern auf dem Weg. Der die Abende gemütlich macht und Mündern kleine Wolken verpasst.

Ich bin früh dran mit diesen Gelüsten, schon klar. Andere vergrillen derweil die Kohle säckeweise und verlustieren sich quiekend im See. Der Punkt ist bloß, dass Käsesauce so leicht durch den Rost tropft und gemeinhin schlecht zum Bikini passt.
Was insofern von Vorteil ist, als dass mir dieses Prachtstück niemand streitig macht. Ich die süßlich-sämige Sauce also ganz alleine auslöffeln kann und sich niemand an der knusprigen Käseschale vergreift. Ich würde beides nämlich ungern teilen. Weil es weder raffiniert ist, noch aufwändig. Sondern einfach nur ein kleines bisschen gut.

Dienstag, 30. Juli 2013

Noch mehr Mitbringsel: Blättrige Mohnbrötchen aus Dänemark und Johannisbeer-Kokos-Konfitüre


Das mit mir und den Bergen ist eine relativ frische Angelegenheit. Bis vor wenigen Jahren lebte ich in der festen Überzeugung, ausgemachtes Meermädchen zu sein und nichts sonst.

Schuld daran sind, klar, die Eltern – und viele, viele, VIELE Urlaube an der See: pieksige Muscheln, Matschgebirge, Wellenhopsen und Quallengeschrei – ich hab's geliebt.
Und tue es noch: das ewige Rauschen, der Heckenrosenduft, das Salz auf den Lippen und dieses leicht verschwitzte Glück nach jedem langen Tag am Strand... mein Inbegriff von Urlaub.

Idealiter: auf Nordseeinseln, am allerliebsten den kleinen oben links.
Nicht, dass wir denen nicht gelegentlich abtrünnig geworden wären – gen Ostsee, Rügen, Møn. Aber da, wo die Wellen nur ab und zu „Schwapp“ sagen statt kräftig „Kawusch!“ und überhaupt von Gezeiten keine Rede sein kann... nun... das ist halt nicht... richtig.

Dienstag, 23. Juli 2013

Mitbringsel von den blauen Bergen: Kaiserschmarr'n mit Blaubeeren


So simpel wie das Dasein droben: Schritt für Schritt, Fels für Fels, Grat für Grat. Wege würden in Zeit gemessen, nicht marschierten Kilometern, zitiert der Kerl.


Ich vermute, er hat recht. Versuche, ein bisschen davon mitzunehmen; 425g Erinnerung. Versuche, die schöne Einfachheit zu bewahren: Gehen, essen, schlafen. Nicht aus dem Tritt kommen. Nicht in den Trott.

Gar nicht so leicht, ohne die Prise Berg. Herausforderung, auf eine/andere Art.


Dienstag, 2. Juli 2013

Wegzehrung: Hirsebällchen mit Spinat, Käse & Paprika

Zu tun – Arbeit, Leben, viel. Drei Tage noch. Dann: Berge, Wege – ein bisschen nichts.
Bis dahin:


Mittwoch, 26. Juni 2013

Strawberry Fields forever: Strawberry Pie mit Meringue-Haube

Meine Initiation zu „richtiger“ Musik und Emanzipation von allem, was dereinst im Radio lief, verdanke ich Franzosen. Genauer: Einer Horde von 20 Austauschschülern, die kurz nach der Jahrtausendwende in unserer Kleinstadt landeten und die es zu bespaßen galt. In der Großstadt war – HELP! – seinerzeit „All you need is love“ zu Gast, eine Beatles-Coverband samt Musical.
Wir waren da. Ich war beeindruckt. Nachhaltig.

Dienstag, 18. Juni 2013

Cerealien, selbstgemacht: Knusprige Schoko-Mandelbobbel & Neuerungen

Ce|re|a|li|en〈Pl.〉Feldfrüchte, (bes.) Getreide; oV Zerealien [nach Ceres, der röm. Göttin des Acker- u. Getreidebaues, der Gesittung, der Fruchtbarkeit u. der Ehe]
Soweit wissen.de .
Geläufiger ist das Ganze sicher als Vokabel der Lebensmittelwerbung, Stichwort Kellog's & Co.

Ich mag Cerealien trotzdem. Weil sie auszusprechen so wunderbar umständlich ist – und in den Mund genommen ungeheuer praktisch. Weil es umständlich ist, handelsübliche Cerealienpackungen zu wenden um Zutatenlisten zu konsultieren – und wunderbar praktisch, sich das gleich zu schenken. Das, was man da liest, will man schließlich sowieso nicht wissen. Und in den Mund nehmen... nun.

Montag, 10. Juni 2013

Life through a lens: Lauwarmer Petersilien-Linsensalat mit Rhabarber und Räucherforelle

Wenn es ein Lebensmittel gibt, mit dem ich absehbar nichts werde anfangen können (und es gibt davon nicht viele, Anm. der Verfasserin), dann ist das Sellerie. Ich führe das darauf zurück, dass es diesen einen Mittag gegeben hat, vor vielen, vielen Jahren. An diesem Mittag gab es Mittagessen, wie es an jedem Mittag Essen gegeben hat. Mit dem einen, feinen Unterschied: Sellerie war ein Teil davon. Einer, den ich nicht mochte.

Was allerdings nichts an dem Umstand änderte, dass gegessen wurde, was auf den Tisch kam. Und man eben nicht eher in Richtung Patentante aufbrechen würde (und ihren vortrefflichen Waffeln, Anm. der Verfasserin), bis nicht auch der Sellerie – Stangen-, wohlgemerkt! – von da verschwunden wäre. Was dauerte. Sehr, sehr lange.

Donnerstag, 6. Juni 2013

Wenn Dir das Leben Zitronen gibt: Pizza sorentina

Nein, keine Sorge, es folgt nichts Binsenweises und auch kein Kalenderspruch. Alles, was es gibt, sind zwei Teigfladen mit überschaubarem Belag. Man könnte es auch Spielerei nennen. Angesichts von Zitronenscheiben auf Pizzaboden wäre das vielleicht gar nicht so falsch.

Und es hat nicht gut angefangen: Während der Rechner lief und ich Paprika sterilisierte, war da weiterhin: Programmpunkt Pizzateig. Dessen Menge ich im Kopf fix verzweidrittelt hatte und vor mich hinwog und mischte und – mittendrin mit-ohne Mehl dastand. Ja, äh, Mist.

Donnerstag, 30. Mai 2013

Von Lerchen und Eulen und einer kleinen Vogelhochzeit mit Giraffenbrötchen


Ich bin das, was in Fachkreisen „Lerche“ heißt: Wecker um sechs? Kein Ding. Instantan aufstehen? Macht mir nix! In die Vollen? So ab sieben. Und nach 18 Uhr? Äääh... ja.

Klar: Am Wochenende habe ich nix gegen 'ne Extraportion Kissen und Sonderschichten im Bett. Wenn. Ja, wenn. Freund Biorhythmus nicht wär'. Den hab' ich nämlich auch – millisekundengenau. Und lauter als jeder Wecker.

Wir haben also unsere sieben, acht Stunden geschlafen? Vorher nichts Großes gemacht? Ja, prima! Dann bitte: „Aufstehen! Haaallo! Ich bin waa-hach...!“
Ich denke, es ist nicht ganz falsch, es sich so vorzustellen, wie es sein wird, Kinder zu haben. Nur, dass die serienmäßig mit den Sonderausstattungen Decke-wegziehen und Matratzentranpolin kommen. Welche Freude wird das sein!


Mittwoch, 22. Mai 2013

Ihr Suchergebnis: Chocolate-Chip-Oatmeal-Cookies mit Suchtpotential


Das wievielte Rezept für Chocolate Chip Cookies das hier ist? Keine Ahnung, echt. Google meint was von 36 Millionen Treffern nach 0,25 Sekunden. Aber wiegesagt: Mir wurscht.
Mir reicht zu wissen, dass es dieses gibt. Oder anders: Ich backe es zum zweiten Mal binnen einer Woche – wenn ihr wisst, was das heißt.

Montag, 20. Mai 2013

Spitzenmäßig: Grünspargelravioli in Sahnesauce

Es braucht nicht viele Worte – einen Markt, einen Herd, vielleicht anderthalb Stunden. Aus Stangen werden Würfel, aus Sahne Saucen. Weiche Bahnen ebnen den Weg.
Für Mädels, deren Kerle Spargel schmähen.

Der verträgt sich prima mit cremigem Käse, leichter Schärfe und Rosmarin.
Ein paar Brocken Parmesan, eine Schüssel Salat.

Bon appétit.


Montag, 13. Mai 2013

Ich rate zu: Rhabarber-Kokos-Konfitüre


Kommt er Euch schon zu den Ohren raus? In Sachen Rhabarber kenn' ich ja nix! Es ist eigentlich sogar ziemlich erstaunlich, dass dies erst das dritte Rhabarberrezept ist, das hier über die Theke geht. Rhabarber ist schließlich eins dieser Obste Gemüse, die ich so heiß und innig liebe, dass ich – so denn Saison – ganze Jahresernten vertilge, damit es mir die nächsten dreihundert Tage reicht.

Beim letzten Einkauf war ich trotzdem ein bisschen überoptimistisch, als locker ein Pfund durch die Kasse ging: 175 Gramm im Kuchen, 125 in der Sauce – und wohin jetzt mit den übrigen 250?
Nach dem Putzen waren's gleich nur noch 200. Ich stierte auf die Stängelchen. 'N Marmelädchen wäre nett. Aber aus 200 Gramm? Irgendwie... popelig.
Außerdem stand da immer noch dieses halbe Portiönchen Kokosmilch. Und vom Gelierzucker gab's nur einen traurigen Rest... – HA!
War da nicht jüngst dieser fantastische Einfall, Kürbis und Kokos gemeinsam in ein Schraubglas zu kochen? Der Knüller! Warum also nicht... Kokos und Rhabarber?!

Samstag, 11. Mai 2013

Und führe uns gern in Versuchung: Feta-Falafel mit Rhabarber-Erdnusssauce und Fladenbrot

Wir können nahtlos anschließen: So immun ich also gegen kostspielige Hochglanzmagazine bin, so hoffnungslos verfallen bin ich allem, was mich d'rumherum anspringt: Rezeptekärtchen im Biomarkt? Eine neue Schrot und Korn? Überhaupt: Naturkostmagazine? Her damit – ja, auch die Gemischtwaren hinten auf den Grüne-Kiste-Blättchen!
Nicht, dass ich ideentechnisch so auf 100%-Quoten käme, geschweige denn blindlings alles nachkochte... aber sagen wir: Die Ausbeute ist solide.

Donnerstag, 9. Mai 2013

Versuch macht kluch: Rhabarbertarte mit Marzipancreme


Gekauft hätte ich sie nicht. Aus dem einfachen Grund, dass ich hochgradig selten Zeitschriften kaufe. Wenn ich beim Durchblättern – und das ist die Regel – zwei, maximal drei Dinge finde, die ich für lesens- bzw. in diesem Falle: nachkochenswert halte, ist mir das zu wenig – in Anbetracht der typischerweise horrenden Preise zumal. (Das gilt – foodbloggeruntypisch – übrigens auch für Kochbücher, aber das nur am Rande.)

Nennt mich überkritisch. Ich diagnostiziere eher: Generation Internet, irreversibel. Ich finde es einfach deutlich praktischer, mein eigenes Rezepteheft zu pflegen - für einen Bruchteil der monatlichen Flatrate- und Stromkosten. Unkompliziert Bilder und Vorlagen zu sammeln, die so lecker und spannend und appetitlich aussehen, dass mir gleich ganz pawlow'sch wird. Ideen, die mich regelmäßig kirre machen, weil ich nicht zwischen zwei oder drei entscheiden muss - sondern mehreren hundert.
Trotzdem – ich sage natürlich nicht Nein, wenn ich einfach mal so probeblättern darf. Schickt mir also Eure deli, danke.

Donnerstag, 2. Mai 2013

Asia on mind: Salade viêtnamienne

Es gibt hier diesen Vietnamesen. Klein, unscheinbar, zwischen einen Pizza- und einen Sushistraßenverkauf gequetscht. Wer es nicht besser weiß, läuft d'ran vorbei.

Besser nicht: Dieser Vietnamese pfeift auf Mononatriumglutamat und Hühnchen süßsauer. Dieser Vietnamese verkauft feine Reispapierrollen und Phở, vorzügliche Curries - und diese Salate: Geschichtet auf ein großes Nest Reisnudeln gibt es Eisbergstreifen und Gurken, Möhrenraspeln, manchmal Sprossen, und auf jeden Fall: gehackte Erdnüsse. Man kann Hühnchen dazu bekommen, fein mariniertes Rindfleisch oder Tofu. Und immer: Nước chấm.


Freitag, 26. April 2013

Grün, grün, grün sind alle meine Kuchen: Kiwi-Stachelbeerkuchen mit Mandel-Sahnebaiser

Ich weiß genau, was ihr jetzt denkt: „Stachelbeeren? Im April? Mädchen, da sind's noch zwei Monate hin! Und Kiwis! In Kuchen...?! Jetzt dreht sie völlig...“
„Ja,“ sage ich einfach, „vollkommen richtig! Aber wozu gibt es Konserven?“ Und wenn ihr dann skeptisch Eure Augenbrauen hebt, sage ich noch: „Und die kleinen braunen Pelzkugeln? In Kuchen? 1A!“

Es sind  Rezepturen, die das Leben schreibt: Ein gefühltes Kilo Kiwis im Büro und kein Esser in Sicht? Liegen lassen und warten, bis sich doch einer erbarmt? Gleich entsorgen, in dem Wissen, dass dieser Eine leider nicht kommt? Jonglieren? Verschenken? Oder einfach mal... einpacken...?

Montag, 8. April 2013

Mundartlich: Apple Fancy Cake mit Kaffee, Rum und Karamell

Hätte ich nicht nach einem Rezept gesucht, in das ich Kaffee versenken könnte und schrumpelige Äpfel – dieses Machwerk wäre mir durch die Lappen gegangen.

Aus einem einfachen Grund: Der Titel.
Sagen wir: Ich stehe nicht auf Modesprech. Begriffe wie „nice“ oder „laser“ oder eben: „fancy“ nehme ich nicht in den Mund. Nein, auch nicht als Kuchen.

Sonntag, 7. April 2013

In letzter Minute: Lasagne mit Schafskäse


Ich habe heute leider kein nur ein Foto für Dich. Ein einziges, eiliges Foto. Geschossen, bevor es zu spät war. Bevor auch das letzte Stück dieser Lasagne verschwand - auf Nimmerwiedersehen.


Freitag, 29. März 2013

Happy birthday: Harvest Cake

Ich spare mir das. Den Hinweis, dass ein Erntekuchen nicht in diesen Monat passt. Dass „Frosting“ trotzdem regelrecht onomatopoetisch ist, angesichts der Verhältnisse vor dem Fenster. Dass zum richtigen Geburtstagskuchen ein bisschen Glamour fehlt.

Ich verweise lieber auf die Farben – orange, gelb, grün – die hoffen lassen. Schwärme vom Geschmack, den ich - saftig und fruchtig und ein bisschen kernig  – für jahreszeitenunabhängig halte. Finde, dass Geburtstagskuchen nicht zwingend Schokoschlachten sein müssen.

Montag, 25. März 2013

Verwickelt: Pfannen-Börek mit Korianderjoghurt

Ich liebe Pilze und aromatischen Käse. Ich sterbe für Spargel und manches Meerestier. Mit Kürbis macht man mir eine so enorme Freude wie mit einem schönen Stückchen Wild.

Dem Kerl nicht. Gar nicht. Der Kerl – nähert sich derlei seinem Teller schluckt. Überlegt, ob er wirklich, wirklich hungrig ist. Und wünscht sich ganz weit weg.


Dienstag, 19. März 2013

Alles Gute: Garnelenquiche mit Safran

Oma ruft an: Sie hat Rückenschmerzen. Mama fährt hin. Die Schwester bäckt Kuchen.
Mama ruft an: Oma hat starke Schmerzen. Sie fahren ins Krankenhaus. Die andere Schwester bäckt Quiche.
Papa ruft an: Oma wird operiert werden müssen. Ich backe noch eine Quiche.

Donnerstag, 14. März 2013

Winteressen, welcome back: Malted Mushroom Pot Pie with Yeasted Biscuits

Es muss sich um einen Irrtum handeln. Einen großen, ausgewachsenen Irrtum.
Ach, was sag' ich: Irrtümer – in Massen!

Erstens: Das da draußen. Nachtfrost. Eiszapfen am Fahrradsattel. Äähh... Frühling?! Waren wir mit Winterweiß nicht durch? Sicher, ich hätt' nix gegen noch 'ne Tour auf Skiern. Aber hier? In der Stadt? Och...

Zweitens: Eintöpfe, Schrägstrich Suppen. Oh, wie habe ich sie gehasst! Kinderjahrelang gab es gefühlt täglich eine: Erbsen-, Bohnen-, Möhrchensuppe. Weichgekocht. Mit Kartoffeln. Brr!
Dabei haben sich meine Eltern so viel Mühe gegeben: Würstchenwürfel, Krakauerscheibchen, butterweiches Rindfleisch – guck mal, das magst du doch...

Ich mochte nicht. Zumal das Ganze immer „-Suppe“ hieß, obwohl es eindeutig Eintopf war. Ich finde, das muss man klar trennen: Suppe ist ohne Stücke, Eintopf mit.

Donnerstag, 14. Februar 2013

Paul's delight. Oder: Musik und Kuchen in freier Assoziation. Oder: Schoko-Maronenkuchen (& Carrot-Honey-Pie)


Soso. Paul war's. McCartney. Schreibt Moey (und der Belfast Telegraph).
Ich weiß ja nicht.
Schließlich wissen wir seit dem Blick durch die gläserne Zwiebel, dass Paul ein das Walross ist und John sowieso der coolere Beatle. Mit seinen Erdbeerfeldern. Und überhaupt.

Ich las einmal, dass Yoko ihm (also John jetzt) dereinst beigebracht haben will, Reis zu kochen. So richtig, ohne Matsch und Brösel (und Kochbeutel, klar). Baby, es gibt Reis!
Womit wir wären bei, genau, Helge – K-k-k-Käsebrot und tu' ma' lieber die Möhrchen – Schneider. (Und wie war das noch gleich, mit den Foodbloggercharts...?)

Mein Kerl meint, dass diesem Assoziationsgekette nur eine folgen kann – nämlich ich. Auch da wäre ich mir nicht so sicher: Schließlich landet man von Möhrchen schnell bei Kuchen zwei – dem Carrot-Honey-Pie.
Und wer zeichnet sich verantwortlich für ein herrlich simples und sinnfreies Stück namens „Honey Pie“?
Genau! Sir Paul.
Ich sage mal: q.e.d.

Dienstag, 12. Februar 2013

Schnittig: Gewürzpflaumenriegel


Vielleicht sollte ich den Titel ändern. In  „Bretter vorm Kopf “. Oder etwas lahmer: „Neu- und Wiederentdeckungen“. Vielleicht auch ganz schnöde in „Fundgrube“. Es wäre berechtigt.

Wie viel Unrecht habe ich Bananen angedeihen lassen, Koriander, Marzipan! Wie unvoreingenommen war ich Kokosnüssen gegenüber, Nüssen generell! Vielleicht wird man mir es nicht glauben, aber inzwischen nähere ich mich sogar Fenchel an (Fenchel!), der nicht in Teebeuteln steckt, und Avocados, die ich wirklich nie, nie ausstehen konnte! Verrückt!

Donnerstag, 24. Januar 2013

Petersil' und Suppenkraut: Pastinakengnocchi mit Petersilie und roter Currysauce


Ich kann mich noch genau an meinen ersten Versuch erinnern, Gnocchi zu kochen. Es dürfte überhaupt der erste Versuch gewesen sein, richtig zu kochen. Ich erinnere, dass die Anleitung aus dem Jungfrauen-Ableger einer namhaften Frauenzeitschrift kam. Ich erinnere, dass das Ergebnis in erster Linie eines war: klebrig. Alles war klebrig: Die Masse war klebrig, meine Hände waren klebrig, der Topf war klebrig, die Arbeitsfläche... vermutlich war das, was hinterher auf den Tellern lag – genau – klebrig. Das weiß ich nicht mehr. Bloß satt wurden wir davon nicht.

Freitag, 11. Januar 2013

Big Chunks: Banana-Hemp-Granola


Hättet ihr mich gefragt, ich hätte ich „Pasta“ gesagt. Wahlweise „Irgendwas-aus-diesem-schönen-neuen-Rezepteheft(Danke, Mama!). Jedenfalls hätte ich ein bisschen konsterniert geguckt, hättet ihr gesagt: „Bananen. In Deinem ersten Blogpost im neuen Jahr geht es um – Bananen.“

Wer weiß, wie das mit mir und den Bananen ist, versteht das.
Wer allerdings auch weiß, wie es sich mit mir und großformatigen Cerealien verhält, ahnt, wieso es so gekommen ist.