Freitag, 30. November 2012

Original und Fälschung: Chokladflarn


Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich keine Spiegelreflexkamera habe. Ich habe auch keine Tageslichtlampe. Vielleicht fehlt mir der Schrank für 3746 verschiedene Teller, Tassen, Messer, Gläser, Gabeln, Servietten, Bretter, Chichi. Oder die Zeit – wahlweise Geduld – für sensationell-innovative Kreationen, herzerwärmende Geschichten und heimelige Szenerien.

Ich habe einen Herd und einen Ofen und das, was mein Kerl liebevoll „Knipse“ nennt. Ich habe hingekritzelte Rezepte und viel zu wenig Arbeitsfläche. Meine Küche ist zappenduster, mein Geschirr kommt von Oma und reicht manchmal kaum für zwei Personen.

Meine Erträge sehen also nicht so aus, sondern so. Meine Fotos warten nicht drauf, Zeitschriftenseiten zu zieren und meine Rezepte sind weitgehend originalgetreu kopiert.

Manchmal habe ich trotzdem Lust, das festzuhalten.

Dienstag, 13. November 2012

Butter bei die Fische: Brötchen ohne Kneten mit Pumpkin-Butter, Apfelbutter oder Maple-Almond-Butter

Dinge nicht zu mögen – oder wenigstens zu glauben, es nicht zu tun – hat einen entscheidenden Vorteil: Man kann genau diese Dinge wiederentdecken, und zwar mit Pauken und Trompeten.
Ich hab' das schon mit gekochten Möhren probiert. Mit Kokos. Und ganz neu: mit Mandeln, täterätä!

Wie viel lieber waren mir Walnüsse! Haselnüsse, meinetwegen auch Pistazien! Von Mandeln aber wollte ich partout nichts wissen. Allerhöchstens auf dem Weihnachtsmarkt, aber das gilt irgendwie nicht.

Seit neuestem trinke ich Mandeln – literweise. Ich schmiere sie mir fingerdick aufs Brot und seufze dann vor Glück. Ich brösele sie auf, in und unter Kuchen. Sogar Marzipan steigt stetig im Kurs.