Montag, 27. Februar 2012

When shall we three meet again: Udon, selbstgemacht, Brühe & Rinderbällchen


Banana Yoshimoto ist schuld. Genauer: Banana Yoshimotos Kitchen*. In Kitchen schreibt Banana Yoshimoto nämlich von dicken Udon und feinen Soba, von dunklen Brühen und dampfenden Schüsseln und das alles so unheimlich köstlich, dass ich mit vierzehn einen Teil meines Herzens verlor (... uuuh!). An Udon und Brühen, Soba und alles, was entfernt an Teigwaren aus Asien erinnert.

Ich kaufte mir dereinst also ein Heftchen, das „Leckere Asiatische Nudelgerichte“* heißt – um daraus so gut wie nichts zu kochen. In unserem Städtchen gab es seinerzeit schließlich weder einen Asialaden noch in meiner Familie entsprechenden Enthusiasmus.

Ich zog aus und vergaß das Büchlein. Um zwei Umzüge und einige zusammenhanglose asiatische Geschmackserlebnisse später die unscheinbare Küche eines Vietnamesen kennen zu lernen: Nudelgerichte in dampfenden Schüssel ohne einen Hauch von Glutamat. Dafür mit einer Armada von Aromen, von denen ich noch nächtelang träumte.

BÄM – da war sie wieder, meine Nudelliebe aus Fernost! Bestärkt von den Bildern, die mein Kerl aus China mitbrachte, und befeuert von Visionen wie diesen.

Sonntag, 26. Februar 2012

Schlicht und ergreifend: Zitronenkuchen




Die Sonne scheint, es riecht nach Frühling.
Dieser Kuchen schmeckt nach Sommer – und Bottermelk-Zitrone.

Freitag, 24. Februar 2012

Thank God, it's Friday! – Baked Cinnamon Doughnuts


Schwarzer Freitag...? Kindergarten!
Wer auf sich hält, pflegt seine Freitage in Tiefnebligmittelgrau – und zwar mit Nass und Niesel und ordentlich Unschönigkeit.

Hilft ja nix – außer ein Paar fest zugekniffener Augen vielleicht, eine Strichliste für die restlichen Stunden bis 17 Uhr – und: etwas in der Schreibtischschublade.

Donnerstag, 23. Februar 2012

Mmmh... Milchreis! – the only-and-one


In manchen Dingen bin ich manisch.
Beispiel?
Klassische Musik: Erweckungserlebnis Orchester mit 15, jahrelang mindestens zwei Stunden am Tag gespielt. Beethoven, Brahms, die fette Sinfonik – stapelweise aus der Bücherei. Später Oper, Lieder, Kammermusik, studiert, organisiert, besprochen – und dann?
Aus und vorbei – über Nacht.

Gut – das ist jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben, gute Musik fasziniert mich schließlich nach wie vor. Bloß täglich damit zu tun haben möcht’ ich nicht mehr (außer auf meinem Noten-Schnippel-Brettchen vielleicht).

Anderes Beispiel – Nahrungsmittel: Schoko-Doppelkekse mit Dinkel, Joghurt mit Körnern und Feigen und Pflaumen, Ofenpfannkuchen, Roastbeef, Birnen, Milchreis, Grießbrei, Pudding und Schokolade von Lindt – (wieder-)gefunden, gekauft, -kocht, -gessen – so ausdauernd lange, bis es wirklich überhaupt gar nicht mehr ging.

Dienstag, 21. Februar 2012

(T)olle Ka(ra)mellen: Schoko-Cookies mit Karamellkern


Lange war ich der Meinung, kein Karamell* zu mögen. Und: keinen Karneval. Was nicht heißt, dass es nicht Zeiten gegeben haben soll, in denen mich Karamell – vor allem in Kombination mit Straßenkarneval – in ungetrübtes Entzücken versetzen konnte.

Das waren Zeiten, in denen wir im Dunstkreis der entsprechenden Hochburgen zu Hause waren und einmal im Jahr an den Straßenrändern standen. Verpackt als Piratenprinzesinnenindianerzigeunerinnen – und bewaffnet mit vielen großen Beuteln.

Was mit dem Inhalt dieser Beutel passiert ist, weiß ich allerdings nicht mehr. Dass wir das alles tatsächlich alleine aufgegessen haben sollen, kann ich mir einfach nicht vorstellen...

Freitag, 17. Februar 2012

Tomatensauce, die.


„Kommt das dann auch in Deinen Fressblog...?“ fragte der Kerl, als die dampfende Schüssel nicht vor ihm auf dem Tisch landete, sondern unter der am Toaster installierten Beleuchtungskonstruktion. „Mmmh“, machte ich, den Blick fest auf's Display gerichtet - und drückte ab. Und nochmal. Und...

... hielt inne: Hatte mein Kerl da gerade – wohlverstecktes! – Interesse am heutigen Abendmahl geäußert? Und sei es aus schierer Hypoglykämie (Was ein Wort! Zu Deutsch sehr profan: Unterzuckerung)?! Ich warf einen vorsichtigen Blick über die Schulter.
Da saß er und schaute unschuldig. Mein mutiger Mann!
Zu diesem Zeitpunkt befand sich in der Schüssel nämlich vor allem eines: Todfeind Tomate!

Montag, 13. Februar 2012

Es schneit: Sonntagsbrötchen


„Mh! “ machte der Kerl, als er in sein Brötchen biss, dass es nur so knusperte.
„Mh! “ machte auch ich, als ich dem ersten Krumen nachschmeckte – und keine Hefe fand.

Hefe, finde ich, hat in Frühstücksbrötchen nichts zu suchen.
Hefe ist prima, so lange sie tut, was sie tut und Teige lüftet, Saaten stemmt und Krusten lupft. Schmecken muss ich das alles aber nicht.

Montag, 6. Februar 2012

Es gibt Bagel, Baby!


„Bagel“, erklärte mein Kerl, derweil er die Hälfte eines solchen großzügig butterte, „sind an sich schon ganz schön gut. Noch besser allerdings wären sie“, fuhr er fort, als er sein Werk betrachtete und entschied, dass eine Messerspitze mehr nicht schaden könne, „hätten sie nicht dieses unpraktische Loch.“

Ich hielt inne, das Messer auf halber Strecke zum Buttertopf. Was für ein Gedanke! Bagel ohne Loch! Wären das überhaupt noch Bagel? Oder nicht eher Brötchen, die wie Bagel schmecken, aber keine Brötchen... Bagel... – ich suchte mein Heil in der Butterdose und versprach, darüber nachzudenken.

Sonntag, 5. Februar 2012

Black is beautiful: Tourteau fromager


Kohlrabenschwarze Kruste und Sprünge in der Schüssel.
Man soll Glas nicht backen und Verbranntes nicht essen – jaja.

Man verpasst was.
Die Tourteau. Mit einem Klecks heißer Kirschen –
formidable!