Freitag, 17. Februar 2012

Tomatensauce, die.


„Kommt das dann auch in Deinen Fressblog...?“ fragte der Kerl, als die dampfende Schüssel nicht vor ihm auf dem Tisch landete, sondern unter der am Toaster installierten Beleuchtungskonstruktion. „Mmmh“, machte ich, den Blick fest auf's Display gerichtet - und drückte ab. Und nochmal. Und...

... hielt inne: Hatte mein Kerl da gerade – wohlverstecktes! – Interesse am heutigen Abendmahl geäußert? Und sei es aus schierer Hypoglykämie (Was ein Wort! Zu Deutsch sehr profan: Unterzuckerung)?! Ich warf einen vorsichtigen Blick über die Schulter.
Da saß er und schaute unschuldig. Mein mutiger Mann!
Zu diesem Zeitpunkt befand sich in der Schüssel nämlich vor allem eines: Todfeind Tomate!

Und zwar in der unvergleichlichen Saucenrezeptur meiner einstigen Mitbewohnerin - die sie wiederum bei einem Kumpel abgeguckt hatte, der sie von... und so weiter. Ich hab' ihre Verwandten – Katharina sei dank - inzwischen mehrfach im Netz entdeckt. Hier bei ihr zum Beispiel – oder hier.
Ist aber auch einfach so wunderbar simpel – und so, so sehr gut!

Man braucht nichts als das, was man sowieso im Hause hat hat: Tomatenkonserven, Zwiebeln, Knofi, Butter – Punkt.
Ach ja: einen Topf. Und folgende Anleitung:


Tomatensauce – the only and one

Zutaten für vier Personen
4 Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
800g Dosentomaten (wer keine Stücke mag, nimmt passierte)
2 EL Butter (Veganer nehmen Olivenöl oder Alsan)
1–2 Rosmarinstängel
frisch gemahlener Pfeffer
Salz

nach Gusto frische gehackte Kräuter zum Garnieren, z.B. Basilikum


So geht's
Zwiebeln und Knoblauchzehen schälen – mehr nicht. Zusammen mit den Dosentomaten und Butter in einen ausreichend großen und hohen Topf geben und zum Kochen bringen. Rosmarinstängel (falls vorhanden) am besten in einem Teefilter dazutun (lose eingelegt ist ein vollständiges Wieder-Rausfischen nahezu unmöglich). Alles auf kleiner Flamme mindestens 30 Minuten köcheln lassen – noch besser: stundenlang!

Schließlich Zwiebeln, Knoblauchzehen und Rosmarin herausfischen und erstere auf einen separaten Teller legen. Die Tomaten grob zerdrücken (wer mag, püriert) und mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Dazu gibt's Nudeln – nach Packungsanweisung gegart (oder selbstgemacht). Und zu den Nudeln: Die butterweichen Zwiebelchen und Knoblauchzehen.

Kommentare :

  1. Und? Wer hat gewonnen? Bananensuppe oder -kuchen?

    Ich kann gar nicht verstehen, wie man keine Tomaten mögen kann. Die sind einfach so lecker und so wunderbar vielseitig. Die Sauce klingt auch gut. Rosmarin, Knoblauch und Weißwein sind eine absolut tolle Kombination.

    Liebe Grüße
    Anne

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    1. Der Kuchen - siehe hier: http://milchmaedchen-milchmaedchen.blogspot.com/2012/02/bababababa-banana-cranncherry-chocolate.html

      Um nicht zu sagen: Moi non plus! Mein Kerl redet da immer von Mendel und seiner Vererbungslehre und davon, dass schon seit Opa weder Tomaten, noch Pilze, noch... ;)

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  2. Achso, ist Tomatenabneigung ein dominantes Merkmal? :-))
    Die Tomatensauce ist echt ne super Sache, und viel besser als eine, bei der erst stundenlang angebraten und gedünstet werden muss.

    LG, Katharina

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    1. Oooh ja! Tomaten, Pilze, Rosenkohl... mein Kerl listet all' diese Dinge liebevoll als Gemüse-das-die-Welt-nicht-braucht-Folge-3847383958398. Dummerweise liebe ich nicht nur Tomaten, sondern ganz fürchterlich auch Pilze und Rosenkohl und Broccoli und Spargel und... und... uuund...!

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