Dienstag, 21. Februar 2012

(T)olle Ka(ra)mellen: Schoko-Cookies mit Karamellkern


Lange war ich der Meinung, kein Karamell* zu mögen. Und: keinen Karneval. Was nicht heißt, dass es nicht Zeiten gegeben haben soll, in denen mich Karamell – vor allem in Kombination mit Straßenkarneval – in ungetrübtes Entzücken versetzen konnte.

Das waren Zeiten, in denen wir im Dunstkreis der entsprechenden Hochburgen zu Hause waren und einmal im Jahr an den Straßenrändern standen. Verpackt als Piratenprinzesinnenindianerzigeunerinnen – und bewaffnet mit vielen großen Beuteln.

Was mit dem Inhalt dieser Beutel passiert ist, weiß ich allerdings nicht mehr. Dass wir das alles tatsächlich alleine aufgegessen haben sollen, kann ich mir einfach nicht vorstellen...

Woran ich mich erinnern kann, ist, dass ich mir aus diesen Beuteln immer die gelblich eingewickelten Toffees gepickt habe – den Inbegriff von Ka(ra)mellen: hellbräunlich und ein bisschen weich, aber trotzdem nicht zu sehr. Pappemsüß, aber eben doch nicht purer Zucker – göttlich!

Genau diese Göttlichkeit entdeckte ich wieder, als mich mein Kerl dereinst in einen dieser Kekse beißen ließ. Klar, dass die Herkunft der Rezeptur umgehend eruiert werden musste – und die Kerlemama da so freigiebig ist.
Ich bin das ab heute auch:


Schoko-Cookies mit Karamellkern

Zutaten für 50 Stück
100g gute dunkle Schokolade, idealiter 70%
80g Butter
150 g brauner Zucker
1 EL Kakaopulver
130 g Weizenmehl T 550
1 Ei
1 TL Backpulver
50 Rolos (wahlweise Riesen von Storck)


So geht’s
Schokolade in kleine Stückchen brechen und in einer Schüssel über Wasserbad (oder in der Mikrowelle) schmelzen. Sobald sie kurz davor ist, loszufließen, die Butter dazugeben und unter Rühren ebenfalls schmelzen.

Zucker und Kakao einrühren sowie ein gutes Drittel des Mehls.
Wenn die Masse kühl genug ist, das für das Ei keine Gerinnungsgefahr mehr besteht, auch das Ei einarbeiten.
Backpulver und das übrige Mehl peu à peu zugeben, bis ein schöner, schwarzer Teig in der Schüssel liegt.

Den Teig für eine Viertelstunde kühl stellen.
Inzwischen ausreichend Rolos auswickeln, nicht zu viele naschen und Backpapier auf ein Backblech legen.

Schließlich je einen Rolo in eine ausreichende Menge Teig drücken (ca. 1½ TL) und mit den Händen zu etwa kastaniengroßen Kugeln rollen. Aufpassen, dass die Rolos rundherum gut verpackt sind, sonst läuft im Ofen das Karamell aus!
In ausreichend großem Abstand auf das Backblech setzen und selbiges – sobald aller Teig verarbeitet ist – noch mal für ein halbes Stündchen kühlen.

Den Ofen auf 180°C vorheizen und die Kekskugeln gute zehn Minuten backen und dabei nicht zu lange aus den Augen lassen: sobald sich die ersten Kekse anschicken aufzuplatzen und das Karamell ausläuft SOFORT herausholen! Dann sind sie möglicherweise außen noch weich, härten aber aus, wenn sie abkühlen.

Dieses Abkühlen abwarten und daaann... narrisch werden vor Glück!

à propos:

Rezepte für die tollen Tage

*Außer an Franzbrötchenrändern. Und Kuchendecken. Und als Florentiner. Und...

Kommentare :

  1. Schokokekse - Mhhhh! Karamell - Mmmmmh! Schokokekse mit Karamellkern? Mach mich nicht schwach! Bah. In Gedanken schwebe ich grad im Schoko-Karamell-Himmel :D
    Liebe Grüße,
    Mia

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    1. Bake'em, baby, bake'em! Schnell, einfach und... damn: LECKER!

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  2. Das klingt toll! Ich lasse mir die Cookies jetzt in Gedanken auf der Zunge zergehen und an die Zähne kleben. ;-)

    Danke fürs Mitmachen, das Rezept gefällt mir!

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    1. Tu' das... es lohnt sich... ;)
      Sowie: Sehr gern!

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