Donnerstag, 23. März 2017

Einkaufsliste, umgekehrt, oder: Momofuku Leftover Pretzel Cake

Und plötzlich war da alles doppelt: Zwei Siebe, zwei Brotmesser, zwei Käsedrähte. Zweimal Stärke, zweimal Zucker, zweimal Öl. Ich nahm mir also einen Zettel und einen Stift und schrieb all die Dinge auf, die wir so schnell nicht würden kaufen müssen – eine Art umgekehrter Einkaufszettel.
Dann begann ich zu googlen.

Bei diesem Kuchen habe ich lediglich die Süße europäisiert und festgestellt, dass er sicher auch die anderthalbfache bis doppelte Menge Frosting verträgt. Vielleicht hielte dann alles noch besser zusammen.
Geschmacklich gibt es nichts zu kritteln – ein sehr, sehr feiner Mix aus salzig und süß ist das.

Dabei hatten wir die Salzstangerl gar nicht zweimal – dafür noch genau 235 Gramm.

Montag, 6. Februar 2017

Bagel business: Egg Bagels & Sourdough Bagels

Ich weiß nicht, wo das herkommt. Ich habe nicht die leiseste Ahnung, warum Bagels, diese Brötchen mit Loch, auf mich so einen Reiz ausüben. Einen Reiz wie grobporige Krumen, Teigtaschen, oder die Rezepte von Mandy Lee/Lady and Pups.

Vielleicht muss man das einfach so hinnehmen. Das – und die inzwischen eine erkleckliche Sammlung an Ausprägungen: Da wären die klassischen Plain Bagels mit Übernachtgare nach Hefe und mehr, die kernigen Bran Bagels mit Haferkleie oder die dunklen Pumpernickel Bagels.

Zwei wichtige Neuzugänge gibt es seit diesem Wochenende – namentlich „Egg“ bzw. „Sourdough“. Letztere sind Tribut an meinen Ehrgeiz, Gebäcke mit nichts als Wasser, Mehl und Salz zu treiben; erstere – bekannt aus letztjährigem Synchronbageln – huldigen einer zweiten großen und unerklärlichen Liebe: der zu Eiern.

Sonntag, 1. Januar 2017

Ausschuss: Was vom Feste übrig blieb.


Vielleicht ist es eine Frage von Inkonsequenz. Dass ich diesen Blog, der ganz offensichtlich nicht mehr so funktioniert wie noch vor ein, zwei Jahren nicht einfach Blog sein lasse. Tschüß, war schön mit dir – à plus.

Am Anfang, als alles noch toll und neu und aufregend war – wie Anfänge eben so sind – hatten Gedanken um das, was ich der Welt hier feilbot, keinen Platz. Banales wie Grießbrei kam da gleich nach kruden Quicheböden aus Linsenteig und den drölfzigtausend Dingen, die bei Foodgawker und Pinterest „NACHMACHEN!“ schrien. USP, Mehrwert – wozu?

Samstag, 26. November 2016

Kürbis-Lasagne mit Knusperkruste

Woher das feine Safranaroma kommt? Ich habe nicht die leiseste Ahnung. Es war da, es war gut – Empfehlung.
Weil das manchmal reichen muss.

Sonntag, 13. November 2016

Farben sammeln: Bran Bagels und Aprikosen-Tomaten-Marmelade ohne Gelierzucker

Die Paarung von Aprikose und Tomate gehört im Sommer zu meinen liebsten: Seit Entdeckung des Salats nach Paul Ivic ist beides immer im Haus. Und wenn es irgendwann zu Ende geht mit dem Sommer, mit der Saison, mache ich Marmelade.

Das ist ein bisschen wie bei Frederick*, dem Bilderbuch-Mäuserich, der übers Jahr so viele Farben und Düfte und Genüsse sammelt, dass ihm Wintergrau nichts mehr anhaben kann.

Mit dieser Marmelade funktioniert das auch, wenn sie zusammen mit Cashewbutter auf kernige Bran Bagels geschmiert wird und es draußen regnet und stürmt.