Dienstag, 24. Februar 2015

Vom Trinken im Essen: Whisky-Burger mit Bacon und Käse & Buns über Nacht


Dies ist der dritte Anlauf, diesen Post zu beginnen. Alle Ideen, Umwege, Schwurbeleien wollen partout nicht da enden, wo ich eigentlich hinwill. Darum – der Holzhammer: Ich. Mag. Whisky – sehr. Macht mit Eurem Gin, was ihr mit Eurem Gin machen wollt – ich bleibe bei Whisky (und manchmal bei Rum).

Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: ich trinke nicht oft und wenn ich trinke, nicht viel. Manchmal trinke ich Whisky auch gar nicht, sondern esse ihn lieber. Alkohol (wohldosiert!) in Nahrungsmitteln ist ohnehin eine in meinen Augen völlig unterschätzte Angelegenheit.

Diesem Burger tut der kleine Schluck also sehr gut, Dank an Ylva für die Inspiration. Und Stefanies Über-Nacht-Burger Buns sind sowieso die Entdeckung schlechthin. Womöglich sogar besser, als Uwes One-and-only-Brioche-Burger-Buns. Aber da will ich mich ohne Vergleichstest nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.

So. War doch gar nicht so schwer.


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Montag, 16. Februar 2015

Off season: Grandioses Kürbisgratin mit würziger Mandelkruste


Die Saison für Kürbis ist längst durch, ich weiß. Vor allem wusste das aber der Kürbis selbst, der sich – als letzter seiner Art – in einer Ecke meiner Küche in andere Daseinszustände aufmachte. Mein Glück. Denn: Das. Ist. SO. Gut! Hätte man es nur geahnt!

Sicher: all' die Suppen und Ragouts und Curries waren diesen Winter auch ganz wunderbar und werden bestimmt wiederholt. Aber wie oft hätte ich DIESEN Kürbis essen können, hätte – ja, hätte ich es gewusst!

Seit Äonen gammelte die Vorlage in der zugehörigen Koch-mich-Sammlung vor sich hin – ganz ähnlich ihrem Hauptbestandteil. Immer wieder musste sie zurückstehen – hinter den Suppen und Eintöpfen und Curries. Weil sie so unscheinbar wirkt und schlicht – dabei ist das ihr größtes Potential!
Kürbis, Mandeln, Ingwer, Chili. Ein bisschen Knofi, ein bisschen Milch, Pfeffer, Salz – that's it. Und ich wiederhole mich, denn: Das. Ist. SO. Gut! Chön charf, schön sämig, warm... ich bin gerade sehr versucht, doch nochmal loszuziehen und nach verirrten Kürbissen zu fahnden, Saisonalität hin oder her. Wahlweise die andere Hälfte auch noch zu vertilgen.
Ja, ich denke, das sollte ich tun.


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Samstag, 14. Februar 2015

Berge versetzen: Leinsaatlinge


Ich könnte schon wieder davon anfangen: Dass manches anders kommt, als man denkt – plant. Dass dann aus Teigansatz für Pizza ganz schnell einer für Brötchen werden muss. Brötchen mit Biss und Geschmack. Brötchen, die einen durch den Tag tragen – einen Tag im Schnee*.


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Dienstag, 10. Februar 2015

Die Emanzipation von der Emanzipation oder: gekrendelte Zheng Jiao


In Kärnten, heißt es, darf nur heiraten, wer ordentlich krendeln kann. In China gilt laut Mandy Lee (bzw. ihrem Taxifahrer) erst als gute Ehefrau, wer seinem Gatten „dumplings“ macht. Und wenn man sich nun vor Augen führt, wo überall auf der Welt man Teigtaschen isst... richtig: riecht das schwer nach System.

Worüber man sich natürlich ausgiebig empören kann. Wahlweise: geschickt opponieren. An manchen Stellen – namentlich, wenn es um Teigtaschen geht – ist so eine klassische Rollenverteilung schließlich gar nicht blöd. Vor allem, wenn man als – freilich durch und durch – emanzipierte Frau eigentlich 7.926 andere Dinge zu tun hätte. Dann ist ein Besinnen auf Tradition und Hergebrachtes nämlich nichts als die Emanzipation von der Emanzipation, die unter Fachleuten auch Prokrastin...

… jedenfalls geht es mir in Sachen Teigtaschen wie ihr: ich liebe sie und möchte sie nicht gegen falsch verstandene Unabhängigkeit tauschen und krendele [sic!] darum vergnügt meine chinesischen Zheng Jiao – zumindest, so lange die emanzipierten Kerle (s. u.) knapp 9.000 Kilometer weit weg sind.




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Sonntag, 8. Februar 2015

Mehr davon: Niu Rou Mian oder taiwanesische Rindernudelsuppe oder: China


Es ist noch nicht lange her, seit ich feststellen musste, wie alt meine Faszination für dieses Land tatsächlich ist. Sie geht nicht erst zurück auf die Eindrücke des Kerls, der vor wenigen Jahren mit vielen Geschichten und Bildern vom Besuch einer ehemaligen Schulkameradin in Shanghai zurückgekehrt ist (im Gegenteil: die haben alles nur noch schlimmer gemacht). Sie wurzelt auch nicht in der deutlich älteren Freundschaft zu einer Sinologin und den obligatorischen Besuchen in einschlägigen Restaurants in Hamburg und Schweden. Diese idée fixe war vorher da.
Vielleicht liegt sie in der Familie: Kurz vor Abreise erzählte der Vater von seinem Vater, der um die Jahrhundertwende als deutscher Marineoffizier durch Shanghai spaziert ist und viele der Dinge mitgebracht hat, die noch heute das elterliche Wohnzimmer zieren.

Jetzt, gut zwei Monate nach unserer Rückkehr, ist diese Faszination noch immer da. Und: Jetzt will ich mehr.



Mehr von den Straßen, in denen die Schrauberwerkstatt an den Fischhandel grenzt. Wo die Wäsche zum Trocknen über den Köpfen hängt, egal, welche Smogwarnstufe herrscht. Wo Hupen die wesentliche Verkehrsregel zu sein scheint und Feilschen die einzig wahre Kunst.

Sicher: Shanghai und Peking sind nicht China. Und ohne nennenswerte Sprachkenntnisse entdeckt man in kaum zwölf Tagen vermutlich nicht einmal die Hälfte von dem, was es eigentlich zu entdecken gibt.
Aber selbst das ist schon so viel, dass ich nicht weiß, wie ich es aufschreiben soll – ob ich es aufschreiben will.

Vielleicht tun es vorerst diese Fotos und das Reminiszenzenessen, das es neulich für einen Teil der Gruppe gegeben hat. 顾腾胃口.



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