Dienstag, 26. Januar 2016

Sehr schnell sehr glücklich: Kichererbsenbällchen in Curry-Tomatensauce


Muss es mir doch sagen, das Kichererbsenmehl, dass es erst schmeckt, wenn man es mit Joghurt und (Chili-)Öl verrührt und anschließend in würzige Tomatensauce fallen lässt! Wenn man das allerdings tut, ist man nach einem langen Tag sehr schnell sehr glücklich. Dass das Bild auf eben diese Schnelle nicht danach aussieht: ja mei.


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Dienstag, 5. Januar 2016

Nimm das, Plattenladen! Möhren-Pastinaken-Kokoscrumble & Blumenkohlauflauf mit Erdnussstreuseln


Es ist wie damals mit den Alben: 80 Prozent. Zu mindestens 80 Prozent musste mir eine Platte gefallen, sonst ließ ich sie im Laden. In Zeiten von Itunes und Spotify hat das fast etwas Anachronistisches – trotzdem: Das zugrundeliegende Prinzip ist beliebig übertragbar. Auf Kleidung beispielsweise, kostspieligere Anschaffungen, oder: Kochzeitschriften. In der entsprechenden Abteilung von Kiosken (eigentlich im Kiosk generell) bin ich darum relativ immun. Meistens schenke ich mir die Durchsicht gleich.

Irgendwann in der Mitte 2015s begab es sich aber, dass mir jemand das Angebot für ein kostenloses Jahresabonnement einer Kochzeitschrift meiner Wahl unter die Nase hielt (wie das mit mir und den kostenlosen Zeitschriften ist, habe ich hier einmal dargelegt). In Unkenntnis des Sortiments setzte ich mein Kreuzchen relativ wahllos – und ärgerte mich prompt, als ich die erste Ausgabe aus dem Briefkasten zog. Ich gab sie – einmal angeblättert – an geneigtere Abnehmer weiter und war ein bisschen froh, dass der Umzug eine natürliche Zäsur darstellte.

Allerdings hatte ich auf einer anderen Karte – die für den Nachsendeauftrag – auch ein Kreuzchen gesetzt; das für die Nachsendung von Zeitschriften nämlich (Dabei hatte ich die des Alpenvereins im Kopf, die ich selbst zwar für kaum lesbar halte, vom Kerl aber doch immer auf brauchbare Informationen geflöht wird; er selbst bekommt ja inzwischen die österreichische Version). Irgendwann lag also doch wieder eine „Lust auf Genuss“ in meinem Briefkasten, Thema: Aufläufe und Gratins. Und beim Durchblättern kam mir die Sache mit dem geschenkten Gaul in den Sinn, Stichwort: ungeahnte Qualitäten.

Beispielsweise, was gemüselastige Aufläufe mit Curry-Touch angeht. Trefferquote: Hundert Prozent. Nimm das, Plattenladen!


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Donnerstag, 31. Dezember 2015

Reset: Räucherfisch auf roten Sahnelinsen


Das Gefühl, wenn man den angerichteten Teller nicht auf den Tisch stellt, sondern an den einzigen Platz der Wohnung, der winterabends einigermaßen ausgeleuchtet ist. Es fühlt sich merkwürdig an – wenn man (wieder) weiß, dass es auch anders geht. Dass man diesen Teller einfach direkt servieren kann – davon essen, ohne sich Gedanken über seine Präsentierbarkeit zu machen. Das Essen Essen sein lassen – einen Geschmack (respektive Geschmäcker), eine Konsinstenz, schnöde Bedürfnisbefriedigung.

Ortswechsel bergen für mich viel mehr als Jahreswechsel das Potential, den Blickwinkel zu wechseln. Neu und anders anzufangen. Weil die alten Wege, Routinen, Sichtweisen nicht mehr funktionieren. Man an dem anderen, neuen Ort neue und andere Arten und Weisen finden muss, Dinge zu tun oder zu lassen. Und sich manches dabei von selbst überholt.

Linsen, zum Jahreswechsel verzehrt, sagt man die Sicherung von Wohlstand nach. Uns haben sie in erster Linie geschmeckt.

Let's see what happens.


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Sonntag, 15. November 2015

Weniger. Mehr. Und Wan Tans mit Chiliöl und Würz-Sojasauce.


Die Wohnung riecht noch nach Nelken, ein bisschen Essig, dem Öl. Nach einem Essen, auf das ich mich lange gefreut habe – gewartet. Der Umzug, der neue Job, die letzte Prüfung, eine Woche krank im Bett. Irgendwas war – immer. Bloß: Keine Zeit zum (blogreifen) Kochen. Oder: Muße für den Blog.

Damit ist es sowieso so eine Sache. Ich weiß, dass man nicht vergleichen sollte. Dass es nur geht, wenn man sein eigenes Ding dreht, ohne Rücksicht auf Konventionen Verluste. Aber. „Die anderen“ sind trotzdem da. Und man selbst ist qua Definition ein Teil des Ganzen. Auch, wenn man dieses Ganze zunehmend anstrengend findet. Die Uniformität, Banalität, die Austauschbarkeit von Namen, Inhalten, Bildern (Bevor jemand aufmerkt: Ja, es gibt sie, die Ausnahmen – Ausnahmen, die ich nach wie vor ungemein schätze, siehe Blogroll).

Ich weiß nicht, wo ich da bin. Ob ich da sein will. Ich kann nichts anfangen mit Marktgeschrei, mit Dingen, die passieren, weil „man“ sie eben macht. Ich hab' keine Lust auf SEO oder Followerheischerei. Aber trotzdem bekomme ich immer wieder den Eindruck, dass ich genau das sollte. (Manchmal ist vielleicht auch ein bisschen Neid dabei.)

Im vergangen Jahr, im Anschluss an die große Reise waren die Fragen ähnlich: Was will ich noch, was nicht? Was soll bleiben, was muss weg? Abschließende Antworten habe ich noch nicht nie gefunden. Die Tendenz allerdings: Weniger statt mehr.

Außnahme: Teigtaschen. Und Chiliöl. Und Teigtaschen mit Chiliöl.
tbc.

PS: Das Andere formuliert Astrid. Danke.


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Mittwoch, 28. Oktober 2015

This is the life.


Die Freude über den kleinen Laden, der die Dinge unverpackt verkauft. Abends nach der Arbeit in der Küche zu stehen und beim Kochen zu singen. Vorher auf dem schnellen Rad am Fluss entlangzurauschen, in perfekt gekühlter Temperatur. Wochenenden mit dem Kerl – in der Sonne, überm Laub, an der Wand. Jedes Mal überrascht zu sein, wie schnell der Freitag wieder da ist. Der Mond, der so groß erst über dem Hügel und dann über dem Kloster hängt. Die Stadt bei Nacht. Die beiden Enten im Tiefflug über der Wasseroberfläche. All das.



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